Trigger-Dinge

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Ich bin schon wieder so früh.
Um 4.17h war ich wach.
Um halb 3 schon mal.

Das Hasi vom Mann schläft jetzt immer mit im Bett. Und es ist das erste Kuschel, das ich tatsächlich zum Einschlafen im Arm hab. Nicht bloß so daneben.
Aber mir fällt auf, dass ich mich jetzt überhaupt garnichtmehr umdrehe.
Dass ich aufwache, wie ich eingeschlafen bin.

Womöglich habe *ich* – wie mit einem Kind im Bett – Angst, ihm weh zu tun, wenn ich mich umdrehen würde.
Und bleibe deshalb starr liegen.
Jedenfalls wache ich auf mit (Druck-)Schmerzen überall.
Gestern schon.
Vielleicht ist es keine so gute Idee, ihn im Arm zu halten.

Schon um 2 fiel es schwer, nochmal hinzuliegen.
Weil alles so weh tat.

Gestern hätte ich ja gern noch irgendwann vom Dormicum schreiben wollen.
Eben beim Rauchen fielen mir noch andere Dinge dazu ein.
Trigger-Dinge….
Dinge, die IRGENDWAS mit einem machen.

Warum tun sie das?
Wo kommt das her?
Wie ist das entstanden?
Wer hat was, wann mit mir gemacht?
Ich hab mich das schon öfter gefragt.
Weil da manchmal so komische Dinge in mir sind.
Man kann sich das immer nicht erklären.

Vorhin dachte ich auch, dass ich ja bloß „Mißbrauch im familiären Rahmen“ erlebt habe.
Keinen Kult überlebt.
So schlimm war´s ja nicht bei mir.
Ganz vieles ist mir ja erspart geblieben.

Da ist dann logischerweise vieles anders bei mir, als bei Vielen hier in den Blogs.

Hab ich eigentlich schon erzählt, dass ich mit der Thera am Freitag auch endlich mal das Thema „Integration“ geklärt hab?
Weil sie ganz am Ende, als wir fast schon fertig waren, dieses Reizwort wieder anbrachte.

Eigentlich find ich das ja spannend.
Dass Helfermenschen irgendwie zu glauben scheinen, dass *Integration* das Ziel sei.
Ich hab das auch bei anderen hier schon oft gelesen.
Und ich fühle in mir, dass ich das garnicht WILL.

Ich bin grade so dermaßen froh, mich mehr und mehr fühlen, sehen und erleben zu dürfen.
Mich besser verstehen und begreifen zu lernen.
Endlich kapieren zu lernen, warum ich bin, wie ich bin und wie das entstanden ist.
Auch all die Stärken in mir zu finden und das Gute.
Weshalb sollte ich das nun wieder aufgeben wollen?!

Für mich klang *Integration* bisher immer so nach:
Wir setzen ein Puzzle zusammen und machen Folie drüber. Mit Spachtelmasse.
Und dann verschwinden alle Fugen und es ist ein glattes, einheitliches Bild, ohne jedwelche Spalten, Risse oder Makel


Aus *Viele* wird dann *Eins*

Ich hab mich da also wieder recht heftig eingesetzt und der Thera widersprochen.
Weil das will ich nicht.
Ich will kein Einheits-Eins werden ohne Täler und Berge; ohne Flüsse, Stürme, Unwetter oder Dschungel- und Wüstengebiete.
Ich will nicht zulassen, so ein funktionaler Arbeitszombie zu werden, wie so viele Menschen dort draußen.
Bloß, weil Krankenkassen und Helfer EFFEKTIVITÄT erwarten, Funktionalität und schnelle Erfolge.
Was auch immer *Erfolge* sind, für Krankenkassen.

Die Thera meinte dann – und sie berief sich wieder auf irgendwen aus der Traumaarbeit – dass Integration dort gleichgesetzt wird mit
*sich erinnern können*.
Integration würde bedeuten, all das Verdrängte, Abgespaltene, Ungewußte; Vergessene zu erinnern.

Hm….

Und klar, sie geht davon aus und ist sich sehr sicher,
dass *ich* noch ganz verdammt VIEL nicht (mehr) weiß.
Auch sehr schlimme Dinge – vor allem.

All diese Lücken in der Kindheit, wo so vieles noch fehlt.

Gestern dachte ich also über das Dormicum nach.
Ein Narkosemittel.

Ich dachte an die Darmspiegelung 2011, als ich im Vorgespräch mit einem scheinbar netten Arzt ein vollkommen falsches Bild bekam von jenem, das auf mich zukommen sollte.
Ich hatte versucht, keine große Angst davor zu haben.
Und wurde aber dann während der Darmspiegelung massiv re-traumatisiert und hatte die ganze Praxis zusammen geschrien.

Mein Mann hatte damals im Wartezimmer gesessen und gedacht, da sei irgendeine theatralische Frau zugange – so eine, die auch sonst bei allem gleich heult und schreit.
Bis er kapierte, dass ICH da schrie.
Und die Arzthelferinnen schlossen verlegen alle Türen der Praxis, stellten die Musik lauter.

Das Narkosemittel zeigte Wirkung, wie wohl früher schon.
Ich war davon nicht richtig „weg“.
Und ich erlebte, wie ein Mann mit beiden Händen und gestreckten Armen meinen Bauch nach innen drückte; sich auf mich stemmte.
Während ein anderer Mann, der unten zwischen meinen aufgestellten und gespreizten Beinen stand, seinen Schlauch in meinen Anus zu stecken versuchte.
Mit Gewalt.

Ich habe einen diagnostizierten, spastischen Darm.
Er verkrampft derart, dass ich völlig zu bin.
Und offensichtlich bekam der den Schlauch nur mit Gewalt in mich rein.

Während ich unaufhörlich schrie vor Schmerz und Not und Ohnmacht.

Erst, als mein Mann später dann zu mir durfte, begriff er das Ausmaß dieses Schlachtbetriebs.
Im Aufwachraum mindestens 10 nackte Menschen; notdürftig mit Tüchern abgedeckt, die sie unaufhörlich weg strampelten.
Keiner kümmerte sich.

Ich hatte gut 2 oder 3 Wochen lang Gefühle und Verhaltensmuster, die zuvor nie da gewesen waren.
Es schien, ich sei ein völlig anderer Mensch.
Fast hätten wir uns getrennt – weil die Liebe weg war.
Weil ich ihn fast hasste.
Weil ich ihn doof fand, herzlos, bescheuert.
Weil er mir auf die Nerven ging.
Weil er mich wütend und agressiv machte.
Weil ich ständig glaubte, mich wehren zu müssen.

Ich hatte zum Glück eine Freundin, die sich mit Narkosemitteln auskennt.
Sie kam drauf, dass es evtl. am Dormicum liegen könnte.
Das sei nicht gleichermaßen für alle(s) gut.
Und hätte manche Nebenerscheinung.

Das entspannte dann unsere Beziehung ein wenig.
Wir konnten uns dran festhalten, dass es nicht an UNS liegt – dem Mann und mir.
Sondern am Dormicum.
Und dass das wieder vorbei geht.

Heute ist ohnehin klar geworden, dass es nicht nur am Narkosemittel lag.
Weil heute kapiere ich, wie sehr die mich re-traumatisiert haben.
Dass das eine Vergewaltigung war; pure Gewalt.
Es ist kein Wunder, dass ich mich nur noch wehren, verteildigen und kämpfen wollte.

Auch bei meiner Mandel-OP mit 16 gab es Probleme.
Da hatte ich damals wohl den halben OP zerlegt.
Kanülen raus gerissen und getobt.
Da muß alles voller Blut gewesen sein.

Und auch bei einer Magenspiegelung 1995 war nicht alles gut gelaufen.
Auch da hatte ich mich wohl sehr gewehrt.

Erinnern kann ich mich jedoch nicht – man hate es mir danach dann erzählt.

Andere OPs waren aber völlig komplikationslos verlaufen.
Ich denke, da wurde ein anderes Narkosemittel benutzt.

Wo also kommt das her, dass ich mich unter Dormicum so sehr wehre?
Dormicum ist ein wohl sehr altes Narkosemittel.

Gestern kam mir in den Sinn, dass meine Mama Krankenschwester gewesen war.
Früher.
So hatten sich meine Eltern wohl kennen gelernt.
Mein Vater fuhr sie mit seinem Taxi oft Heim vom Dienst.

Darauf fiel mir dann auch ein, dass ich schon als sehr kleines Kind unsagbar Angst vor Nadeln hatte.
Egal, ob Spritzen oder der Pieks in den Finger.
Ich tobte jedes Mal durch das ganze Krankenzimmer und schrie, als wolle man mich foltern und umbringen.
Sie taten sich sehr schwer, mich einzufangen und festzuhalten.

Was war da damals nur gewesen?
Dass ich eine derart überdimmensionale, riesengroße, monströse Angst hatte, vor Nadeln?

Es ist ja auch jetzt noch so, dass mir Blutabnahmen vieles abfordern.
Auch gegenüber Medikamenten bin ich derart mißtrauisch, dass ich sie nur nehme, wenn ich sie entweder schon kenne
oder ich absolut durch garnichts irgendwie drumherum komme.

Auch so in Sachen Sex sind bei mir manche Dinge ganz komisch.
Erst letzt beim Duschen kam mir das in den Kopf.

Ich wusch in aller Seelenruhe meinen Bauchnabel.
Bauchnabel?
Merkwürdig…… warum kann ICH den so anfassen?
Sauber machen? Hin greifen?
– während ich bei jedem anderen Menschen völlig durchdrehe?

Keine Ahnung, warum Männer so auf Bauchnabel abfahren.
Es heißt, das sei eine *erogene Zone*.

Mein Bauchnabel ist ganz sicher NICHT erogen.
Und ich hatte tausende von Kämpfen mit vollverblödeten, idiotischen Freiern, die glaubten, je weniger ich WILL, dass sie hinfassen,
desto geiler müßte mich das machen, wenn sie es DOCH tun.

Ich hätte sie reihenweise totschlagen, ermorden, killen und abschlachten können.
Diese riesigen Vollpfosten, die mich ständig in die Verteidigung zwangen.
Und dann sollte ich dabei noch irgendwie *nett* oder *charmant* bleiben.

Es ist verrückt.
Irgendwie habe ich immer ein Gefühl von überflutendem Schmerz
von unaushaltbarer Qual
Von Ohnmacht und Todesangst
sobald irgendwer mir an den Bauchnabel geht.

Dabei tut er – rational betrachtet – überhaupt GARNICHT weh.
Und zeitgleich verrecke ich vor Schmerz.

Ich ertrage es nicht, wenn irgendwer sich meinem Bauchnabel nähert.
Gut 5cm drumrum sind TABU!!!

Aber selbst mein Ehemann vergißt das immer wieder.
Und meint, er könnte mir dort drauf einen Kuß hauchen.
Und nein, WEH tut das sicherlich nicht.
Aber es tut trotzdem weh.
Ich ertrage das nicht.

Irre?!
Woher kommt das bloß?

Früher wollte ich immer, dass Männer „mich ins Ohr ficken“.
Auch sowas Abgefahrenes.
Weil rational betrachtet, geht das garnicht.
So tief ist eine Ohrmuschel ja nun nicht wirklich.
Und Männer hatten auch nie verstanden, warum ich das will.
Ich verstand das ja selbst nicht.

Da war irgendwas mit diesem Gefühl von Vakuum.
Unterdruck.
Wenn man – das geht genauso – mit der flachen Handinnenfläche längere Zeit am Ohr „pumpt“ saugt es die Luft heraus.
Und das Gefühl, das dabei entsteht, hatte für mich irgendwas mit Lust und Erregung zu tun.

Auch das ein Mysterium in seiner Entstehung.

Aber das war irgendwie für mich genauso dringend notwendig und *Liebe*,
wie diese „Spiele“ mit Fäkalien.
Ergo MUSS das irgendwas mit meiner Kindheit zu tun haben.
Mit Mißbrauch und Gewalt und jenem, was mein Onkel mit mir tat.
Oder meine Tante oder wer auch immer.

Dazu kommt nun, die immer zunehmende Sensitivität auf Alkohol.
Dass langsam schon ein einziges Mon Cherie ausreicht, um mir ein Gefühl von *angesoffen* zu machen.
Und sich das inzwischen überhaupt nicht mehr GUT anfühlt
sondern vielmehr Angst macht.
Unwohlsein, Furcht vor Kontrollverlust; Angst vor dem eigenen inneren Unbekannten; …
und so viel mehr.

Ich kann mich selbst nicht mehr einschätzen.
Ich weiß nicht, was im nächsten Moment mit und/oder IN mir passieren kann.
Ich fühle (mich) völlig anders mit Alkohol, als alle Jahre zuvor.

Es scheinen Dinge ins Bewußtsein kommen zu wollen,
die zuvor ganz weit unten vergraben waren.
Nun kommen sie hoch.

Komisch auch, dass ich kein Tatü-Tata ertragen kann.
Weder von der Polizei, noch Feuerwehr oder Notarzt.
Bei Blaulicht hab ich das Gefühl, ich müsse mir die Ohren zuhalten, wegrennen und mich verstecken.
Schreien und kreischen vor Not und Qual.
Das Geräusch ist kaum zu ertragen für mich.

Ich denke, meine Thera hat Recht und da sind noch sehr viele Dinge vollkommen angespalten, vergraben und verdrängt in mir.
So vieles, das hier noch keiner weiß oder erinnert.
Zu grausam.


Gestern hab ich nun auch diese Blumen vom Geburtstag raus.
Sie liegen auf dem Balkon und warten, dass der Mann sie nachher in den Müll wirft.
Die haben angefangen, immer schlimmer zu stinken.
Und das im Wohnzimmer – das braucht keiner.

Gestern hatte ich dann auch versucht, bei Ikea anzurufen – weil eine Lieferzeit von 5 Wochen?!
Da hatte es keinen Hinweis drauf gegeben.
Warum schreiben die 2-10 Tage und gehen davon aus, dass man dann einfach schluckt, wenn es länger dauert?
Wer rechnet denn damit?
Und dann sind wir noch nichtmal Zuhause, wenn die das schicken wollen.
Aber deren Telefon hatte wohl ne Störung.
Also hab ich dann noch ne Mail geschrieben.

Aber ich rechne nicht wirklich damit, dass das nutzt.

Ich könnt mich auch über mich SELBST in den Arsch beißen.
Ich hasse telefonieren; ich KANN es einfach nicht.

Und wie diese Tussi vom Tattoo-Studio anrief, konnt *ich* nix anderes sagen als „ja“ oder „hm“….
Die hat mich wieder voll platt gelabert und wollt mir ein schlechtes Gewissen machen.
Weil es geht sie ja nix an, warum ich nun doch nicht will – aber ich hätte doch jetzt einen Termin BEKOMMEN.
Ob ich nicht doch will?
Und dann hab ich jetzt meine Anzahlung dem Mann überschreiben lassen – wo der doch ja eigentlich auch nicht mehr hin will.
Statt dass ich mir einfach hab nen Gutschein schicken lassen.
Jetzt kriegen wir unser Geld vermutlich GARNICHT mehr zurück.

Dumm, dumm, dumm, blöd und bescheuert.
Hätt ich was gedacht, wär wenigstens MEINE Anzahlung zurück gekommen.
Als Gutschein zwar – aber den hätt man auch verkaufen können.
Jetz isses wech.

Wenn ich deren Stimme schon hör.
Die is soooo kalt un hochnäsig un boah…… igitt.
Da hab ich Gänsehaut.
Un irgendwas knippst sich aus.

Wär ich einfach nich ran gegangn.
Hätt ichs klingeln lassn.
Aba des darf ma ned – ignoriern.
Lügnn un so tun, als wär ma ned da.

Un dann hammer aber trotzdem jeden Mut zusammn geratzt un gleich beim anderen Studio angerufn; dem Neuen.
Ganz aufgeregt un unsicher hammer rum gestottert un nen Termin gewollt für den Mann un uns.

Der Typ da im anderen Studio war voll luschtich un nett.
Da hammer sogar bissi lachn könn´.
Jetz hammer nen Termin näxte Woche.
Der Mann un wir.

Un dann guggn wir mal, ob des besser is.
Un ob des dann klappt, mit dass die des vom Mann fertich machn.
Weil der nämlich au sagt, dass er Angscht hat im altn studio.

un wir kriegn dann vielleicht au unserenn Vogl 🙂
Un Schmetterfalter un blumis ❤
ganz bunt 🙂

Der Mann is gespannt, was die an Geld wolln.
Weil im altn Studio wollten die 1300€ für ne Tagessitzung.
Dabei WOLLT der Mann garkeinen ganzn tach.
Aber DIE wolln des.

Die Tochter hat schon gesacht, die hättn voll den Arsch auf.
Des wär viel zu teuer.
Aber ich sach ja, des is wie im Puff.
Hauptsache Kohle.
Der Mensch is scheiß egal.

Nachher kommt unser neuer Schrank.
Passend zum Rest der Möbel im Wohnzimmer.
Mist echt, dass die Boxen nun 5 Wochen dauern sollen.
Wie soll ich da jetzt meinen Kleiderschrank umräumen?
Wieder bloß so ne halbe Sache.
Es ärgert mich.

Morgen dann wieder Osteopathie.
Erschreckend, wie schnell 3 Wochen rum sind.
Der Mann ist aber total froh – er hat so starke Schmerzen.

Ich denk, das wieder-Arbeiten macht ihm mehr aus, als er glauben will.
Merken oder fühlen; wissen oder kapieren.

Er ist wieder sehr gestresst.
Wir laufen kaum noch.
Und er will sich ständig ausruhen und erholen.
Ist meist müde.

Andererseits hat er einen völlig anderen Standpunkt.
Ein ganz anderes Arbeiten; andere Maßstäbe und Prioritäten.
Er verändert sich durchaus stark.

Vielleicht dauert es einfach ein bißchen, sich umzustellen und zu gewöhnen.
Ab nächster Woche arbeitet er dann voll.
Wir werden sehen, ob er es durchhält.
Ansonsten müssen wir halt gucken, welche Möglichkeiten er sonst noch hätte.

Ich hör ihn eben aufstehen.
Ich denk, ich hab ohnehin genug geschrieben.

Ich wünsche Euch einen schönen, guten Tag.
Viel Kraft und alles Liebe ❤


Gebloggt am 17.06.2019

Ich find das so schlimm…

Wie schön wäre es….



7 Kommentare zu „Trigger-Dinge

  1. Ihr lieben Schwurbels, das mit den Trigger-Dingen kann ich total verstehen. Darüber hatte ich ja auch mal geschrieben. Inzwischen habe ich wenigstens ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass ich überhaupt getriggert bin. Weil mich auch so *merkwürdige* Sachen triggern. Man kommt sich oft doof vor. Oft sind die so schwammig. Dann ist es überhaupt soooo schwer zu sagen, was macht das mit mir und warum? Ich erlebe es oft, dass „Getriggert-Sein“ bei mir bedeutet, dass ein sehr zerstörerischer Anteil nach vorne geht. Das habe ich neulich rausgefunden. Da wollte ich auch einen Eintrag zu schreiben.
    Ich kenne auch den Gedanken „mir ist doch viel erspart geblieben“ – ich bin in meiner Kindheit gar „nichtmal“ sexuell missbraucht worden, ich habe es bis heute irgendwie schwer damit, mir nicht blöd vorzukommen für den ganzen Leidensdruck, manchmal frage ich mich, ist das alles gerechtfertigt, stelle ich mich nicht bloß an?
    Sollte ich nicht einfach mal die Arschbacken zusammenkneifen und gut ist? 😉 Aber das geht ja gar nicht, mit Trauma…
    Nun aber was dich betrifft, du schreibst manchmal ja über die Dinge, die du erlebt hast, und ich empfinde wirklich ganz große Achtung für dich und alles, was du geschafft hast!! Nicht viele bekommen das hin.
    Oft schauen wir auf das Leid anderer und denken, uns geht’s doch gar nicht so schlecht etc. Ein Trugschluss. Ich finde, du hast ganz ganz unvorstellbar Schlimmes erleben müssen – das sage ich aber nicht mit Mitleid, sondern mit MitGEFÜHL. 🙂

    Ach ja: Hast du irgendwo einen eintrag über deine DDNOS oder magst du mal darüber schreiben? Wie du das so erlebst, was das für dich bedeutet, deinen Alltag etc.? Das Thema interessiert mich. Ich weiß nicht, ob mich das auch betrifft, aber vielleicht würde es helfen, mich besser zu verstehen. Ich habe mal gelesen, dass soziemlich jede (komplex) traumatisierte Person davon betroffen sein soll. Nur gibt es gar nicht so viele Quellen darüber.

    Liebe Grüße ♥

    Gefällt 1 Person

    1. Da hab ich bisher konkret und explizit nix drüber geschrieben bisher – soviel ich weiß.
      Ob mir dazu mal was einfällt, weiß ich nicht. Das ist bei mir eher so ein „schleichendes Erkennen“.
      Wenn ichs nicht wieder vergesse, kann ich ja mal gucken, ob ich was zusammen bring.

      Aber das ist letztlich ja auch für jede/n irgendwie völlig unterschiedlich. Fing bei mir damit an, dass ich irgendwann merkte, dass ich immer mehr Blogs von *Vielen* lese und nicht verstanden hab, warum.
      (- mich das anzieht, anspricht, ruft und was es mir sagen will)

      Danke 🙂
      Liebe Grüße auch an dich ❤

      Gefällt 1 Person

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