Wie ist das eingentlich mit deiner DDNOS?

Ach ja: Hast du irgendwo einen eintrag über deine DDNOS oder magst du mal darüber schreiben? Wie du das so erlebst, was das für dich bedeutet, deinen Alltag etc.? Das Thema interessiert mich. Ich weiß nicht, ob mich das auch betrifft, aber vielleicht würde es helfen, mich besser zu verstehen. Ich habe mal gelesen, dass soziemlich jede (komplex) traumatisierte Person davon betroffen sein soll. Nur gibt es gar nicht so viele Quellen darüber.

Das hatte gestern das liebe Fröschlein in einem Kommentar unter meinem Text gefragt.

Und nein, ich glaub, ich hatte hierüber noch nie „im Ganzen“ geschrieben.
Höchstens immer mal wieder ein paar Fetzen verteilt auf viele Beiträge.

Eine Frage, die sich wohl nicht mal so eben beantworten läßt.
Worüber ich mir vermutlich noch nichtmal SELBST klar bin.

Wie ist das so…..
Hm….

Innendrin herrscht ja nach wie vor die Meinung, das ist noch garnicht lange her.
Sowieso viel zu früh, um überhaupt Irgendwas zu WISSEN.

Wir wissen allerhöchstens, dass wir NICHTS wissen.
Dass unsagbar viel vergessen ist.
Nicht erinnert wird; nicht will, kann oder mag.

Manchmal erschrickt wer, wenn wir Beiträge lesen von vor 1 oder 2 Jahren und schon dort das WIR auftaucht.
So lange schon?????

Eigentlich gibt es nur das NORMAL.

So unsagbar viele Jahre war einfach ALLES normal.

Es war normal, dass Väter, Omas, Onkels und Tanten so mit Kindern umgehen.
Es war normal, dass Kinder ihre Sachen vom Sperrmüll kriegen.
Es war normal, dass man Essen nicht wegwirft – sondern auch dann ißt, wenn es grün, schimmelig, sauer und verdorben ist.
Es war normal, geprügelt zu werden.
Es war normal, nur geduldet und ertragen zu sein.
Es war normal, unsichtbar sein zu müssen.
Und es war normal, dass die einzige Liebe im Leben SEX war.

Was sagt ein schwäbisches Sprichwort?
„Ned gmault, isch gnug globt.“

Frei übersetzt:
„Nicht gemotzt ist Lob genug.“

Der Schwabe spart nicht nur am Geld.
Der Schwabe spart IMMER.

Es gab also in meinem Leben derart viele Normals, die ich niemals in Zweifel ziehen konnte.
Weil ich ein ANDERES Normal nicht kannte.
Nicht wußte, dass es woanders anders war.
Ich glaubte, dass das bei ALLEN Kindern so ist.
Es war nichts Besonderes.
Nicht besonders schlimm, schlecht oder grausam.
Es war, wie überall.
Nicht der Rede Wert.
Und außerdem hätte ich ja eh keine Worte gewußt.
Und außerdem wäre eh niemand da gewesen, der diesen Worten ZUGEHÖRT hätte.

Bei mir war ja JEDER involviert – die gesamte Familie.
Zu wem also hätte ich gehen sollen?

Und meine Mama?
Die von dort geflohen war, als ich 3 war?
Mich zurück gelassen hatte?
Sie kam aus dem (fast) SELBEN Normal.
Mit der SELBEN Geschichte.
Der SELBEN Gewalt.

Davon abgesehen, dass sie selbst schwerst traumatisiert war, keine Kraft hatte; ständig in Kliniken rumlag; niemals ernst genommen wurde und sich nie durchsetzen konnte
hätte sie mit ihrer eigenen, traumatisierten Wahrnehmung
mein Trauma nicht als Trauma wahrgenommen.
Ich war einfach nur ihr Trigger.
Ich war SIE.
Ich war ihr Spiegel.
Sie liebte und haßte mich zugleich.
Auf sie konnte ich nicht bauen.
Ich war allein.
Schon mit 3.

Wenn ich heute zurück denke
Heute hin sehe; hin fühle; mal genauer auf die Dinge achte
dann erkenne ich im Rückblick durchaus (m)ein Viele-sein.

Damals nicht.
Damals wußte keiner von SOWAS.
Damals interessierte das nicht.
Wer wußte und kümmerte sich schon um TRAUMA?
Um GEWALT AN KINDERN?

Damals waren Frauen und Kinder noch BESITZ.
Man konnte tun und lassen mit ihnen, was Man(n!!!!) wollte.

Ich glaube, im Rückblick ist offensichtlich,
dass in mir welche lieb sein wollten; gefällig; anschmiegsam und unterwürfig.
Sehnsucht nach Liebe und Wärme.
Andere wollten sich wehren, kämpfen und rebellieren. Stemmten sich mit Gewalt gegen Gewalt.

Der Schmerz, die Not und Ohnmacht sind irgendwo „verschluckt“.
Das Fühlen starb.
Toter Zombie.

Irgendwer entschied mit 7, tot sein zu wollen – und will es heute noch.

Irgendwer hält ficken für Liebe.
Und fickte sich durchs ganze Leben.
SOOOO VIIIIIIEEEL LIIIIEEEEBE!!!!!
Ich werde SOOOOOO gewertschätzt!!!!!
Schon als Kind.

Aber damals wußte davon keiner.
Ich war ein kleines Mädchen mit totem Blick.
„Hans guck in die Luft“
Sie beschimpften mich dafür, demütigten mich oder lachten mich aus.

All das war mein NORMAL gewesen.
Nicht der Rede Wert.
Basta.

Es war ja eh egal.
Das Jugendamt, die Diakonie, die Polizei, die Psychiatrie… alle schickten mich weg.
Ich hatte ja keine Worte und nichts zu sagen.
Sie verstanden nicht.

Mit 16 dann der erste Ehemann – Heirat mit 20.
Der erste Mensch, der „Ich liebe dich“ sagte.
Dass er mich schlug, vergewaltigte, fotografierte, filmte (und das anderen zeigte) und mich dann anschaffen schickte?
So what – ist doch NORMAL.
War doch genau das, was man mir schon IMMER als Liebe erklärte.

Ich war schon über 20, als mir das allererste Mal im Leben jemand sagte,
dass das, was ich als Kind erlebte, GEWALT war.
Mißbrauch.
NICHT normal.

Ich bekam die erste Therapie.
Aber über meine Ehe sprach keiner.
Über das Anschaffen.
Das war, was es war.
Hierfür war ich geboren. So sollte es sein.

Es folgte die Flucht und Scheidung mit 25 und ewiges Kämpfen.
Auch Kampf mit der Tochter.
Die Dinge wiederholten sich.
Auch meine Tochter wurde Trigger für MICH.
Ich sah in ihr mich selbst.
Nur begriff und wußte ich es nicht.
Schmerzhaft.

Oft sagte meine Tochter zu mir, sie wisse nicht, was passiere, wenn sie mal auszöge.
Weil dann verlöre ich ja mein Hirn.
Ich könnte mir ja nichts merken; würde ewig alles vergessen und sei ja auch ständig so durcheinander. Und so aufbrausend, traurig, verzweifelt, wütend, lustig, albern, wirr, ….
Wie sollte ich nur ohne sie überleben können.

Heute sehe ich darin, all mein Viele-sein.
Die Dissoziation.
Die Spaltung und Verdrängung.
Nur damals…. damals war ich einfach nur verrückt.
Verrückt und blöd im Kopf.
Kaputt.
Unwert.

20 Jahre später.
Mein jetziger Mann hörte nicht auf, mir immer und immer wieder zu sagen,
dass es NICHT normal sei,
ständig zu ficken.
NICHT normal, zu glauben, dass das Liebe sei.
NICHT normal, immer nur zu tun, was ER will.
NICHT normal, keine eigene Meinung zu haben.
NICHT normal, zu glauben, ich sei als Hure geboren.
NICHT normal, mich derart quälen, verletzen und tot ficken zu lassen, dass ich nicht mehr laufen kann.
NICHT normal, mich so unwert zu fühlen.
NICHT normal, zu glauben, ich könnte nichts.
NICHT normal, immer Angst zu haben
NICHT normal – aber troz der Angst in Wahrheit NICHTS zu fühlen.



Mit 41 versuchte ich mich nochmal mit Therapie.
Ich hatte zwischenzeitlich für Jahzehnte aufgegeben, jemals Hilfe zu finden.
Und mußte auch für diese Therapie ganz furchtbar kämpfen.
Dann hatte ich also Therapie – aber der Arsch schlief.
Schnarchte lieber – weil ich nicht funktionierte, wie ER es gerne gehabt hätte.

Resignation.
Erneut.

Mit 43 dann der Ausstieg aus der Prostitution.
Mit 44 Heirat.
Der Kampf um EU-Rente, Fond sexueller Mißbrauch, OEG.
Kampf um Hilfe.
Bei Wildwasser, dem Weißen Ring, dem VdK und anderen.

Aber nein – entweder war ich ZU SEHR geschädigt, oder ZU WENIG.
Kein EINZIGER dieser Helfer fühlte sich zuständig.
Also weiter ALLEINE.

Ende 2015 hatte ich in völliger Verzweiflung meiner jetzigen Thera meine OEG-Unterlagen in den Briefkasten geworfen.
Mein ganzes Leben.
Und geschrieben „ICH BRAUCHE HILFE!!!!“
Und ich habe sie bekommen.

Inzwischen hatte ich mit Hilfe meines Mannes nun endlich verstanden,
dass in meinem Leben in Wahrheit REIN GARNICHTS!!!!! normal gewesen war.

Zu dieser Zeit fing ich dann auch an, Blog zu schreiben.

Ich suchte auch bei anderen Bloggern, nach ähnlichen Themen.
Fand unzählige Frauen und Männer mit auch so schlimmen Gewalterfahrungen.
Erkannte in ihnen nach und nach immer ein Stück mehr meines Selbst.

Fand Zusammenhalt, Loyalität und Unterstützung.
Verständnis, Zugewandtheit, Ehrlichkeit und Wärme.
Eine Art Familie, die ich nie hatte.

Klar – die Bloglandschaft wandelt sich mit der Zeit.
So, wie man auch sich SELBST wandelt.

Menschen kamen und gingen.
Ich übte Kommunikation, Fühlen und (Selbst-)Erkenntnis.
Blogs geben und schenken mir sehl viel.
Die Menschen, die sie schreiben.

Mich wunderte, wie ich mehr und mehr Blogs von Viele-Menschen ansammelte und las.
Was hat dieses ominöse Viele-sein mit MIR zu tun?!

Gut, ich las auch Blogs von Trans-Menschen, Asperger-Autisten, Hochsensiblen, Eßgestörten u.a.
Aber bei vielen Themen war zu spüren, dass sie wieder gehen wollten.
Es war interessant und wertvoll – aber es betraf mich nicht. Oder nur so nebenbei.

Das Viele-sein aber BLIEB.
Und je mehr ich las,
desto öfter gab es Augenblicke, wo ich mich SELBST fand – in den Blogs der ANDEREN.

Es erschreckte mich einerseits.
Und andererseits schenkte es Erleichterung.
SELBSTERKENNTNIS.

Ich fing an, mich zu FÜHLEN.

Durch das Lesen der anderen Blogs fand ich in mir mein EIGENES.
Plötzlich konnte ich begreifen, was ich da in mir fühle.
Ich konnte es bezeichnen.
Ich bekam Worte für all das Unbeschreibbare und Fremde.

Zunehmend fand ich mein Fühlen wieder.
Es traute sich hervor aus inneren Tiefen.

Und durch all die Blogs anderer, lernte ich nun auch, was das war.
Woher und wie es hieß.
Dass ich nicht einfach bloß hysterisch bin, völlig idiotisch, durchgeknallt, hormongesteuert, irre oder sonstwas.

Ich nähere mich langsam an zu begreifen,
wie RIESENGROß das Ausmaß dieser gut 40-jährigen Gewalt in meinem Leben in Wirklichkeit gewesen war.
Ich beginne in mir die Verschiedenheit zu fühlen.
Unterschiedliches Denken, Prioritäten, Ziele, Vorgehensweisen, Ansichten
Ich fühle mich verschieden ALT.

Oft begreift es in mir nicht FÜNFZIG??????
Ich bin doch noch klein!!!!! – schreit es. GAAAAANZ KLEIN!!!!!

Oder irgendwer will ewig seinen Schwanz wichsen – und muß feststellen DA IST KEINER!!!

Oft will es innendrin nicht geglaubt werden, dass man DAS wirklich FÜHLT?!
Das ist doch verrückt?!
Wo soll das denn herkommen?

Ich bild mir das bloß ein.
Ich les zu viel.
Ich hab bloß eine blühende Phantasie.
Alles total irre – das kann nicht sein.

Oder ich sitz hier und will mich in die Bank einloggen.
Und weiß plötzlich nicht, wie das geht.

Ja, spinn ich denn???

Oder kann meine Bolognese nicht kochen.
Oder Auto fahren.
Muß mich setzen, zum Schuhe anziehen – das geht sonst im Stehen.

Lauter Kleinigkeiten.
Viele Unterschiedlichkeiten.
Zumindest hier bei uns.

Im Kleiderschrank Zeug für Kerls, für Teenies (männlich/weiblich), Elegantes und eher Verratztes.
High Heels, Cowboystiefel und Docs.
Unterschiedliches für unterschiedliches Innen.
Ständig gegensätzliche Meinungen und Einstallungen.
Innere Diskussionen mit sich selbst, wer nun MEHR Recht hat, als der andere.

Immer mehr und mehr kann ich fühlen, merken, (er-)LEBEN,
was da in mir wohnt.

Es ist erschreckend, grausam, verwirrend, anstrengend, beglückend, befreiend und wundervoll zugleich.

Und doch, bei uns ist wohl ziemlich so gut wie alles auch co-bewußt.
Trotz allem EINZEL-Ich ist da irgendwie auch eine Art Gesamt-Ich.
Irgendwie kann jede/r wissen, was grad so los ist.

Was auch auffällt ist, dass manche nur in Triggersituationen da sind.
Hervor preschen wie Raketen, wüten und drauf hauen, wenn ein Gefühl der Bedrohung herrscht.
Oder auch direkt zu Tode verwundet, weinend und zutiefst ins Elend gestoßen sind, bei einem falschen Wort zur falschen Zeit.
Vieles im Übermaß.
Aber (noch) nicht änderbar.

Und auch, dass es doch auch häufiger Dissos gibt, als man merkt.
Häufiger was verloren geht, als man es alleine überhaupt realisieren kann.
Es erschreckt uns öfter mal, wie VIEL eigentlich weg ist.

Die Thera sagt, das Viele-Sein hätte tausend Gesichter.
Jedes ist anders.
Es ist bei niemandem gleich.
Es hat so viele Facetten, wie es Gewaltopfer gibt.
Es gibt kein „richtiges“ Viele-sein oder „falsches“.

Und so horche ich oft auf ein inneres Echo, wenn ich hier Blogs lese.
Irgendwas IN MIR, das ruft und sich selbst erkennt.
Bin neugierig auf alles, das ich noch in mir finden kann.

Und froh darüber – mich SELBST zu finden.
Egal, ob es nun das Dunkle oder Helle in mir ist.

Jetzt muß ich mich sputen, dass ich noch zur Thera komm.

6 Kommentare zu „Wie ist das eingentlich mit deiner DDNOS?

  1. Hallo ihr Lieben,

    ganz vielen Dank für diese tolle, ausführliche (und auch traurig zu lesende) Antwort.
    Da kann ich vieles nachfühlen. Das macht ja auch Sinn, denn Missbrauch hat ja doch in der Summe immer ähnliche Auswirkungen.
    Der Krieg ist bei uns in der Familie die Ursache – mein Bruder z.b. hat eine ererbte Kriegsneurose, meine Oma war ebenfalls schwer narzisstisch…
    Ich bin ohne einen Mann im Haus aufgewachsen. Meine Mutter, selbst traumatisiert und stark narzisstisch gestört, war immer der Ansicht, sie brauche keinen.
    Das war vielleicht auch unser Glück. Auch großes Glück hatte ich, dass ich einen Zwillingsbruder mit auf den Weg bekommen habe. Auch wenn meine Mutter zwischen uns für einige Jahre absichtlich und erfolgreich einen großen Keil getrieben hatte. Leider hatten wir sonst keinen. Papa – im Ausland. Keine Tanten, Onkel etc. Aber dann auch keinen, der auch noch mehr schaden konnte. Halt nur sie.
    In Behandlung ist sie natürlich wegen ihrer Persönlichkeitsstörung nie gegangen.
    Das mit den Inneren Anteilen, den vielen Innens, weiß ich ja eigentlich schon durch meinen Verhaltenstherapeuten, aber ich habe nie so richtig verstanden, was das eigentlich wirklich heißen soll. Er hat es „Innere Anteile“ genannt, nach Schematherapie. (Die VT hat mir leider nicht geholfen. Jetzt in Tiefenpsychologie bin ich besser aufgehoben). Da denke ich, viele Anteile zu haben ist wirklich etwas ganz Individuelles. Was ich „lustig“ finde ist, dass ich von Kind an mit mir selbst im Plural diskutiert habe, bis heute, und bis vor kurzem habe ich mich dafür immer gedanklich geschämt und zurecht gewiesen, weil ich das dumm finde, ich bin doch nicht verrückt, wie kann ich denn „wir“ denken, wenn ich nur eine bin. 😀 Vielleicht hat es etwas damit zutun? Diese Diskurse, wenn ich mich etwas belastet zb. Da gibt es die Meckerstimme und dann merke ich eine vernüftigere innere Stimme, die dann öfters sagt: „Wir hatten doch jetzt gesagt, du machst das so und so und dann klappt das schon.“ Diese inneren Monologe – da sind immer der Meckerer, der Aufbauende/Vernünfigte/Beruhigende, was ganz krass Ängstliches und der Zerstörer, würde ich jetzt spontan sagen. Mein Therapeut hatte da so bestimmte Begriffe für. Ich weiß nicht, ob andere auch im Plural denken, aber du/ihr bestimmt auch?
    Ich habe mich dafür angefangen zu interessieren um eine Antwort auf meine schnellen Stimmungswechsel zu finden. Ganz schlimm ist es, wenn ich ganz gut drauf bin und irgendetwas passiert und auf einmal kommen Selbstmordgedanken und ganz fiese Abwertungen. Das ist unerträglich und damit begann so ein bisschen meine Recherche. Kann sein, dass da was anderes in mir das Ruder übernimmt, ein Anteil, den ich irgendwie integrieren und beruhigen muss. (Der Zerstörer eben). Nur, wenn der so richtig, richtig doll nach vorne kommt, ist meine Gedankenwelt zu 100% davon besessen. Aber manchmal fühle ich eben auch etwas sehr Fröhliches, mit sich selbst recht Zufriedenes. Oder ein Innen. Ich weiß nicht, wie ich das Chaos nennen soll! Also eine DIS wäre bei mir (Gott sei dank, muss ich sagen) eigentlich ausgeschlossen.
    Verpeilt sein – oh ja. Meine Grundschulzeugnisse sind voll davon, auch mich hat man dafür ausgelacht. Ich fühle das sehr! Lehrer glaubten, ich sei dumm. „Die ist immer so verträumt. Tagträumer. Verwirrt.“ Bla. bla. Mitschüler haben mich ausgelacht. Die Dumme. Auf Basis dessen habe ich erst mit Anfang 20 von meinem Verhaltenstherapeuten ADHS diagnostiziert bekommen, weil er in meinem Verhalten dafür Zeichen gesehen hat und dann wollte er meine Zeugnisse sehen. ADHS oder Trauma-Stress? Wer weiß, auf Basis der diagnose bekomme ich jedenfalls Ritalin und es hilft mir. Die wahre Antwort wird vielleicht nie klar sein…Den Ruf „die verpeilte“ zu sein habe ich sofort weg, wenn ich nicht hochfunktional auf Ritalin agiere. Mit wem ich länger zutun habe, der merkt es sofort.

    Sorry für die ganz lange Antwort, dein Eintrag war hilfreich und spannend, ich mag mit meiner Thera nach unserer kleinen Pause mal darüber reden, ich trau mich nur nie bis jetzt.

    Ganz liebe Grüße ♥

    Gefällt 3 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.