#DDNOS im Alltag – oder: Resonanz

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Ich denke, es wird sich vermischen.
VERMISCHEN – das ist eh ein Stichwort.

Ich bin wach heute, seit gegen 5.
Und es ist eins der ersten Dinge, an die ich heute gedacht hatte.

*Aquarellfarben-Kleckse*

Eigentlich wäre das fast ein besserer Name für michuns.
Weil ich vorhin drauf kam, dass es sich genau SO anfühlt.

Ich sinnierte ein bißchen in mir herum. Über all die unterschiedlichen Weisen, wie man sich gespalten fühlen kann.
Wie verschieden und unterschiedlich VIELE-Sein sein kann.
Wie anders ich es oft bei Anderen lese.

Und ich stellte in mir fest, dass ich zer- oder zusammen FLIEßE.

Aquarellfarben-Kleckse trifft es irgendwie gut.

Da sind verschiedene Farben.
Zerlaufend und zerfasernd.
Manchmal einzeln.
Und manchmal sich vermischend.
Ineinander laufend.
Sich überlagernd.

Und wenn es schlimm kommt, ist es wie das Auswasch-Wasser.
Eine einzige braune Brühe.
Alles durcheinander gerührt.
Von allem ein bißchen.

Als ich das so dachte, mußte ich schmunzeln.
Ich dachte an meinen Tattoo-Wunsch.
Und mir wurde plötzlich bewußt, wie NAH dieser Wunsch an meiner Lebens-Realität ist.
Wie treffend da Irgendwer in mir sein Selbst, sein WIRselbst nach außen transportieren möchte.
Sichtbar sein.

Es war mir nicht klar gewesen, WIE treffend.
Ich dachte halt, da mag jemand bunte, fröhliche Farben.
Die Kinder- und Frauenseite.
Verspielt, luftig, frei und verrückt.

Ver-rückt.
Nicht so, wie es sein soll; wie es normal wäre.
Anders.

Zu Anfang, als mein Viele-Sein erstmals in den Kopf kam als mögliche Wahrscheinlichkeit des Seins,
glaubte *ich*
das sei (müsse sein), wie eine Art Puzzle.

Klar umrissene, einzelne Teile meines Selbst.
Klar definierte Zuständigkeiten.
Zugehörige Gefühle, Erinnerungen, Meinungen.
Deutlich unterscheidbar.

Man müsse nur die verschiedenfarbigen Teile zusammensetzen und hätte dann ein Ganzes.
*MICH*

Heute nun stelle ich fest, dass es nicht so ist.
Vielmehr scheint es eher inkonsistent.
Wie eben diese Wasserfarbenkleckse nicht in die Hand zu nehmen sind.
Nicht begrenzt.
Nicht greifbar oder einzusperren; fest oder hart.

Alles läuft ineinander und bewegt sich unaufhörlich.
Mischt sich zusammen, wechselt den Farbton und die Intensität.
Wer ist wer und warum?

Ja, es gibt innen durchaus Welche, von denen ich behaupten würde, sie seien eine sehr konzentriert angeröhrte, intensive Farbe.
Eher zähflüssig.
Eher zielgenau anwendbar.
Effektfarben, sozusagen.

Man kann sie sehr deutlich fühlen.
Luise zum Beispiel.
Oder Brunhild.
Oder auch Wolf – wenn er mal da ist.

Immer in Triggersituationen wird es DEUTLICH.
Wenn es um Verteidigung geht.
Um Angriff.
Wut.

Oder dort, wo der Schmerz wohnt.
Die Ohnmacht.

Aber so im Alltag, im ganz normalen Leben
bin *ich* sehr fließend.
Von Allem ein bißchen.

Oft erwische ich *mich* dabei, wie ich völlig in mich versunken kichere.
Vor mich hin kichere.
Weil *ich* es lustig finde.
*Es*
*Mich selbst*

Sitze da, und lach mich kaputt über mich selbst.

Einfach so.

Es ist so absolut faszinierend,
wie sehr man sich selbst fühlen kann; empfinden.
Wie sehr man – wenn man sich mit sich Selbst beschäftigt –
über sich lachen kann
schmunzeln
den Kopf schütteln
genervt sein
fassungslos
überrascht
fasziniert
erstaunt


Eigentlich ist es unsagbar schade, dass so sehr viele Menschen dies NICHT tun.
Mit sich selbst.
Wer kann sich das auch schon vorstellen?!

Die meisten anderen Menschen tun das lieber mit ANDEREN.
Und mit sich SELBST ist ihnen dann eher langweilig.
Schade.
Für SIE.

Hm – Resonanz…..

Entsteht auch hier.
Weil innen immer wieder die Fragen schwingen,
WER BIN ICH?
WER WILL ICH SEIN?
WIE WILL ICH SEIN?
WIE KANN ICH SEIN – und wie komme ich dort hin?

Was gehört zu oder in mein Leben – und was nicht?
Und woran oder wodurch bemerke ich das? Kann ich es unterscheiden?

Und meist begegnen mir Dinge, Blogs, Menschen, Ereignisse
an welchen oder wodurch
ich dies merken und fühlen kann. LERNE.

So war das auch mit dem Viele-Sein.
Immer mehr und mehr solcher Blogs kamen in meine Lese-Liste.
Anfangs wußte ich garnicht, WARUM.
Bis ich mich SELBST darin erkannte.

Gestern nun…. auch vorgestern
machte ich eine Art Druck-Betankung
mit dem Thema Krebs.

Der Blog von Peter, der ursprünglich ja einen völlig anderen Hintergrund, Sinn und Zweck hatte,
führte mich nun durch das Thema Krebs hindurch
wieder zurück zu ihm SELBST.

Ich lese unaufhörlich weiter.
Es interessiert mich und springt mich an.
Die Schwere des Themas
All diese Gefühle von Leid, Schmerz und Trauer
Vom Kämpfen, Hoffen und Durchhalten
– am Ende dann doch verlieren

Um – hoffentlich – hiernach dann DOCH, DOCH zu gewinnen
nämlich sein SELBST

machen etwas mit mir.
IN mir.

Anfangs drehte Innen einiges durch.
Hatte und bekam Angst
dass dieses meinunser Interesse ähnlich verliefe, wie auch beim Viele-Sein.
Innendrin liefen tausender inneren Ängste, Befürchtungen, Pläne, Überlegungen darüber ab,
was wohl wäre,
bekäme ICH Krebs.

Ich, der Körper.
Ich, irgendwer in uns.

Begegnet mir dieser Blog nur deshalb, um mich an solchen Gedanken zu gewöhnen?
Mich auseinander zu setzen?
Mit der Angst? Mir *Selbst*?

Resonanz…..

Eigenartig.
Auch Peter´s Beziehung war in der Konstellation gewesen
*Mann 11 (12?) Jahre jünger, als die Frau*

So, wie auch hier.

Und seit Tagen also kreiselt in uns die Frage nach dem Krebs.
Nach dem „Was würde *ICH* tun?“

Erinnerungen plöppen hoch.
Gebete.
„Lieber Gott, schick mit bittebittebitte Krebs.
Ich will ganz unbedingt ganz bald schlimmen Krebs.
Damit ich endlich sterben kann.
Damit es aufhört.
Damit es vorbei ist.
Und ich nicht mehr hier sein muß.
Damit ich weg kann.
Von dieser Welt.
Von dieser Familie.
Aus diesem Leben.
Schick mir bittebittebitte ganz bald schlimmen Krebs.
Amen“

Jeden Abend
Jeden verdammten Abend
betete ich dieses Gebet.
Schon mit 5 oder 6
Über Jahre hinweg.

Irgendwann
ich weiß nicht mehr, ob mit 25, 30 oder 35?
Betete ich ANDERS.

Ich betete:
„Lieber Gott,
ich hoffe inständig,
dass Du mir HEUTE meinen Wunsch NICHT MEHR ERFÜLLST.
Ich hoffe inständig, dass Du weißt und dir bewußt bist
dass mein Wusch auf der Not entstand.
Dass ich heute NICHT mehr sterben will
und KEINEN Krebs mehr will.
Ich hoffe inständig, dass Du mich heute LEBEN läßt.
Und mir viel lieber dabei hilfst, glücklich zu werden.
Ich möchte keinen Krebs mehr.
Bitte.
Amen“

Ich möchte aus tiefster Seele und tiefstem Herzen daran glauben,
dass Gott tatsächlich ALLES weiß.
Auch all das, was man selbst nicht weiß.
Über sich.

Und dass er tatsächlich nur jene Wünsche unterstützt,
die sinnvoll sind.
Oder aus Freude gebieren.
Nicht aus Not.

Gott hat sich (bisher) in meinem Leben entschieden,
mir KEINEN Krebs in den eigenen Körper zu „schenken“.
Stattdessen begegnete ich sehr vielen ANDEREN, daran erkrankten Menschen.
Hörte viele Lebensgeschichten, Sichtweisen und Lebensphilosophien ANDERER Erkrankter.

Und ja, auch Peter´s Blog und *ich* gehen in Ressonanz.
In mir.

Ob es im Leben manchmal wohl völlig ausreicht
Teil zu haben
am Schicksal Anderer?

Ob es oftmals völlig ausreicht,
von AUSSEN
Anteil zu nehmen an Erlebnissen, Erfahrungen, Gefühlen
anderer Menschen?

Um zu lernen für´s eigene Leben
Zu begreifen
Sehen zu lernen und fühlen
Verständnis zu erlangen, Nachsicht, Weich- und Zartheit
Die Härte in sich zu verlieren und aufgeben zu können
Die aus (Selbst-)Schutz entstand?

Vielleicht passiert dies auch hier?
Mit und durch meinunseren Blog?
Auch durch Eure?

Dass Menschen sie lesen
fühlen
begreifen
Sichtweisen verändern
Erkennen
Ängste, Skepsis und Vorurteile abbauen
in sich Selbst?

Resonanz

Sollten wir lernen, unsere Augen, Ohren und Herzen viel weiter, größer und offener zu machen?
Zu dehnen?
Zu bereiten?
Vorurteilsfrei, wohlwollend und annehmend?

Um so zu lernen, zu erkennen und begreifen
für uns SELBST
mit und durch ANDERE?

Es anzunehmen?
Nicht SELBST davon betroffen zu sein – und DENNOCH betroffen zu sein?!

Resonanz

Mitschwingen
Mitfühlen
Mitgehen
mit ANDEREN?

Manche in mir müssen hier noch sehr viel lernen.
Während andere innen sie ansehen
manche hämisch herablassend
andere gütig
einige aufmunternd oder auch antreibend

Viele-Sein.

Farbsprenkel kreuz und quer verteilt auf dem langen Weg des Lebens.

Ich wünsche Euch einen Wunder-vollen, schönen Tag.
Viel Kraft und Liebe ❤


Gebloggt am 22.06.2019

Nix

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.