Ewig so müde

und trotzdem….

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Eben ist der Mann weg.
Es ist 6.22h.
Ich bin von ihm aufgewacht – ungefähr vor 1 Stunde.
Er war vor mir wach.
Und er hat mich mitten aus wirren Träumen gerissen.

Gut – gerissen ist vielleicht nicht richtig.
Er ging mit nackten Füßen über PVC-Boden. Und durch das ftschftsch-Geräusch bin ich eher aus dem Traum geglitten.

Schlimme, merkwürdige Träume hatte ich heute Nacht.
Schon, als ich gegen 12 nochmal Pipi mußte.
Ich könnte ihn garnicht beschreiben – ich weiß nix mehr.
Außer, dass ich von meinem alten, gelben Fiesta Bj. 77 geträumt hatte. Er war kaputt gegangen und ich mußte ihn schieben.
In einer Welt, die eher futuristisch wirkte, mit tausenden Straßen, die wie Autobahnauffahrten alle über- und untereinander durch führten.
Viel zu viele davon. Kaum noch Natur; kaum Grün.

Und irgendwelche Gewalt war im Traum.
Aber solche, die man kaum merkt.
Die mit Worten und Gesten; so unterschwellig.
Zynisch, trickreich, verborgen.
Und doch derart permanent und ständig, dass schon ein einziger Tag fähig war, dich zu zerbrechen.
In den Suizid zu treiben, zu resignieren und verzweifeln.

Es war zum Schreien, Brüllen und Heulen, wie ein aufgeschlitztes Tier.
Kein Entkommen.

Alltag und Normalität.

Ich hatte gestern noch immer Probleme mit dem Bauch.
Er war noch immer sehr dick und hart geschwollen, direkt unter der Brust.
Ich habe über den gesamten Tag verteilt 3 der Lefax geschluckt. Mich gewundert, weil sie – völlig anders, als in meiner Erinnerung von vor vielen Jahren – nicht schon nach der 1. Einnahme Wirkung zeigten.

Erst gestern Abend dann schien es anzufangen, mich zu entlüften.

Über den Tag aber schon war mir in den Sinn gekommen,
dass es am Kaffee liegen könnte.
Ich hatte das schon mal.
Auch seinerzeit war es mir völlig entfallen gewesen, dass wir die Kaffeesorte gewechselt hatten.
Und ich hatte lang gebraucht, um drauf zu kommen.

So habe ich dann gestern den „neuen Kaffee“ in eine andere Dose umgeschüttet und unseren letzten „Üblichen“ eingefüllt.
Und ich hoffe sehr, dass es sich nun vielleicht zu beruhigen vermag, wo ich gerade die 2. Tasse des Guten trinke.
Ganz offensichtlich reagiert mein Magen unsagbar stark auf Kaffee.
Und wenn ich genauer in mich gehe, fühlt es sich im Körper an, als sei mein Magen dick angeschwollen.
Und in seinem Gewebe komplett durch entzündet.
Innen und außen.
Weil es scheiße weh dort tut.

Warum geht sowas immer so unter?!
Warum merkt man es – und merkt trotzdem nichts?
Warum sieht man was – und kapiert trotzdem nicht, was es bedeutet, will oder braucht?
Warum kann man das Problem nicht ganz einfach und viel schneller beheben?
Warum muß man erst gut 2 Wochen den selben Kaffee trinken, Schmerzen haben – und drüber weg gehen?
Es einfach nicht begreifen?

Gestern merkte ich, dass ich sogar sauer atme.
Der gesamte Rachenraum brannte.
Das Ausatmen roch wie Essig.
Das muß man doch MERKEN, oder?!

Stattdessen denke ich an Pupsis
oder an Stress
oder an zu viele Gedanken und Gefühle
aber auf Kaffee kommt niemand.

Ich hab mich bei meinem Mann auch aufgeregt, weil wenn ich deshalb nun zum Arzt gegangen wäre
hätte die mich NIEMALS danach gefragt, ob ich vielleicht irgendein Nahrungsmittel verändert hätte.

Gut – vielleicht wäre sie auf Stress noch gekommen.
Aber sie hätte mich auch wieder angeranzt,
dass ich aufhören soll, immer alles als psychosomatisch zu deklarieren. Weil es auch Dinge gibt, die halt einfach auch mal NUR körperlich sind.
Ich kann auch einfach mal NUR KRANK sein.

Und dann hätt ich so nen Säureblocker gekriegt, der aussieht, wie weiße Mausekacke.
Den ich aber nicht vertrage.
Auf das ich völlig bescheuert reagiere.
Unerträglich.
Weil es innen meinen Kopf heiß macht.
Und ich völlig in Wattegefühle komme; wie besoffen.
Orientierungslos, hilflos ausgeliefert und überfordert fühle.

Und dann sagt sie wieder,
das könne überhaupt nicht sein!!!
Das gäbe es nicht!!!

Aber DOCH!!!
Bei MIR gibt es das.

Und hey…. – sie HELFEN KEIN STÜCK.

Ich hoffe nun also, dass mein Bauch vielleicht spätestens in 2 oder 3 Tagen wieder in Ordnung ist.
Sich beruhigt und besänftigt.

Und die Ärztin geht mir auf den Nerv.
Weil ich nicht daran glaube, dass es auch nur eine EINZIGE Erkrankung; ein einziges Symptom gibt, das NUR körperlich ist.
Krankeiten sind für mich Ausdruck des Seelenzustands.
Ein Hilferuf und Signal.
Ein *schau hin!!!!*
Und dann einfach nur Pillen einzuwerfen – und WEG zu sehen
scheint mir stark am Ziel vorbei zu gehen.
Und führt nur zu neuen Symptomen; anderen
aber des selben Hilferufs der Seele.

Oh Mann!!!!!
Rubrik: verpeilt
Eben hab ich doch tatsächlich versucht, unser Küchenschrankoberlicht mit der Taschenlampe aus zu machen!!!!
Die liegt direkt NEBEN der Fernbedienung vom Licht.
Ich griff da hin, drückte den Knopf und guckte blöd, als nicht OBEN das Licht AUS,
sondern IN MEINER HAND an ging.
Meine Fresse, aber auch!!!!!

Nun gut….
Ich hab grad auch die 4. Tasse Kaffee weg geschüttet.
Weil der Mann weniger trinkt, als bisher,
hatte ich stattdessen MEHR getrunken.
Das muß auch aufhören.

Mich juckt es auch ständig zur Zeit.
Im Gesicht, am Arm, in der Armbeuge, am Kieferknochen, am Hals,…
Es nervt.

Bin ich überreizt?
Zu viel von allem?
Wenn Haut für Kommunikation steht
hatte ich dann im Moment vielleicht einfach zu viel davon?

Zu viele Menschen, Gespräche, Austausch?
Brauch ich wieder mehr RUHE?

Oder ist es einfach nur ein Hinweis auf Veränderung?
Weil ich vielleicht im Moment mehr aus mir heraus gehe?
Mich mehr traue?
Mehr Menschen spreche? Und mehr Mut habe?

Es ist so vieldeutig, diese Körpersymptome zu lesen.
Man kann es so mehrdeutig interpretieren.
Schwierig, sich selbst richtig zu verstehen.

Auch derletzt wieder in einem Gespräch mit dem Mann.

Er war von sich selbst erstaunt und überrascht.
Weil er sich verändert.

Früher war er voll auf SICHERHEIT.
Auch den WERT SEINER ARBEIT.
NIEMALS hätte er sich vorstellen können, nicht zu arbeiten.
Zu wechseln – zu einem anderen Arbeitgeber; womöglich in einer anderen Stadt.
Weil HIER ist er ja bald unkündbar und sicher.
HIER hat er ja was erreicht und IST Jemand.
HIER ist er wichtig und unersetzlich.


Dann war er nun 8 Monate Zuhause.
Und im Job wurden seine Aufgaben und Zuständigkeiten verschoben.
Im Moment ist er erschreckt.
Auch traurig, fassungslos und ratlos.

Weil nun BRAUCHT IHN NIEMAND mehr.
Er ist NICHTS mehr.
Schon garnicht mehr WICHTIG.

Er fühlt sich überflüssig.
Oft, wie ein dummes Kind, das daneben steht und ignoriert wird.
Keiner sagt ihm mehr, was sich alles geändert hat.
Keiner involviert ihn.
Er arbeitet halt das, was gerade so herum liegt.
So gut, wie er es eben kann.
WISSEN tut er nichts mehr.
Fehler macht er auch.
Weil alles anders ist, als vor seinem Zuhausesein.
Umstrukturiert
Optimiert.

Inzwischen ist ihm Sicherheit wurscht.
Er sagt, wenn wir genug Geld hätten,
wäre er SOFORT weg.
Ihn hält nichts mehr.
Kollegialität ist zerbrochen.

Ok…. – Sicherheit DORT ist wurscht.
Aber trotzdem wichtig (noch, für ihn).
Weil er denkt, dass, würden wir im Lotto gewinnen
oder wäre mein OEG dann unbefristet
wir es wagen könnten, neu anzufangen.
Auch dann, wenn er vielleicht nicht sofort Arbeit fände.
Oder nur auf Teilzeit oder mit geringerem Lohn.

ICH glaube,
dass man ERST mutig sein muß.
ERST es wagen muß
ERST es ändern muß
mutig hinein springen ins unbekannte Leben.

Und DANN ERST
wird man belohnt für diesen Mut.

Weil Gott nicht will,
dass man angsterfüllt Sicherheitsleinen verlangt.
Gott will,
dass man mutig drauf los lebt.
In Vertrauen (zu ihm).

Egal, wie oft ich in meinem Leben mutig ins Nichts hüpfte
hüpfen MUSSTE
in Not und Verzweiflung
der „Lohn“ kam meist erst HINTERHER.

Vertrauen in Gott und das Leben.
Ich glaube, hierum geht es.
Zumindest bei mir.

Und ich würde – anders als der Mann – NICHT nochmal 4-5 Jahre abwarten
auf „Sicherheit“ warten
um dieses Leben zu verändern
es anders und hoffentlich besser zu machen.
Verschenkte (Lebens-)Zeit.

Ich weiß, dass er genauso leidet, wie ich.
Dass es Zeit ist.
Aber noch hat er Angst.

Die Signale, die er unablässig bekommt (wie auch ich)
reichen ihm noch nicht.

Ich hoffe, es wird noch anders werden.
Und es wird doch nicht mehr so lange dauern,
bis auch ER bereit ist
an der Klippe hinab in die Wolkendecke zu springen.
Im Vertrauen, dass unten Wasser ist; tief genug.

Hm….
eigentlich hatte ich davon schreiben wollen, dass vorhin
beim Rauchen,
in mir eins meinte,
DIE MÜSSTE MAN ALLE VERKLAGEN.

Da gab es doch einen Menschen, der DEUTSCHLAND anzeigte,
weil er nicht frei und selbst entscheiden darf,
wann und wie er stirbt.

Und so dachte vorhin innen eins,
dass man es TUN müßte
Irgendwen verklagen (es weiß nicht, WEN)
weil das Hilfesystem in Deutschland
so TOTAL und GÄNZLICH versagt.
Und OPFER immer kämpfen müssen
Beweisen
sich durchsetzen
überzeugen
weil Opfer-Täter-Umkehr stattfindet
und Hilfen keine Hilfen SIND
weil Helfer meist ABSOLUT KEINE AHNUNG HABEN
weil die Opfer grundsätzlich RE-TRAUMATISIERT werden
weil das gesamte System Opfern nicht zu HELFEN vermag
oft aus Blindheit, Ignoranz, Unwissenheit, völliger Ahnungslosigkeit und oft wegen „im Zweifel für den Angeklagten“.

Es ist ein GRUNDSÄTZLICHES Problem in Deutschland.
Weil man hingehen kann, wo man will
DIE LASSEN DICH ALLEINE!!!
und ohne Hilfe.
Obwohl sich überall und ständig irgendwer auf die Fahne schreibt,
OPFERHELFER zu sein.

Selbst der Anwalt, der erzählte, einer der ersten DREI wirklichen und echten Opferanwälte zu sein
schon seit Jahrzehnten
sagte zu uns,
man sähe uns an, dass wir Opfer seien.
Und wir sollten unbedingt endlich aus dieser Rolle heraus.
Und einfach mal gerader stehen!!!!

Und nein, er half uns NICHT.

Wildwasser half nicht
der Weiße Ring auch nicht
der VdK auch nicht
irgendeine psychiatrische Hilfe vor Ort auch nicht
eine Gruppe der Diakonie auch nicht
früher:
das Jugendamt auch nicht (5!!!!! verschiedene Stellen)
eine psychiatrische Klinik auch nicht
die Polizei auch nicht
die Sozis im Heim damals auch nicht
die Lehrer auch nicht
auch da schon die Diakonie ebenfalls nicht

KEINER half.

Wo also soll man hin????!!!!
Warum nennen die sich Helfer?
Wo sie doch „Das weiß ich nicht! Das kann ich nicht! Das darf ich nicht! Da hab ich keine Ahnung von! Damit bin ich überfordert! Das ist zu komplex! Das ist zu gering! – Stellen“ sind?!

Sowas muß man doch anzeigen können!!!
Das ist UNTERLASSENE HILFELEISTUNG.
Völliges Staatsversagen.
Nicht eingehaltene und umgesetzte Gesetze.

Wenn sämtliche Gewaltopfer in Deutschland, die derartige Erfahrungen haben machen müssen
sich zusammen täten
und eine GEMEINSAME KLAGE einreichen würden
vor dem Landesgericht
dann wäre die Kacke aber mal ordentlich am Dampfen!!!!

Aber es TUT keiner.

Nun ja….
ich geh dann jetzt duschen – das hab ich gestern nicht.
Vor lauter ewig Wegschlafen.
Und müde Sein.

Dann Zigaretten drehen, frühstücken, abspülen.
Vielleicht dann im Buch lesen – das ist wirklich interessant.
Ich kann es bisher auch nur weiter empfehlen.

„Die Masken der Niedertracht – seelische Gewalt im Alltag“

Laßt es Euch gut ergehen.
Ich wünsche Euch einen wundervollen, sonnigen Tag.
Viel Kraft und Liebe ❤


Gebloggt am 06.07.2019

Nix

3 Kommentare zu „Ewig so müde

  1. Huhu,
    jetzt hab ich grad gestaunt, ich hatte heut nacht auch übelste Träume…vielleicht der Vollmond 😉
    Mir ist mit Deiner Magen/Darmgeschichte eingefallen, vielleicht hast Du zuwenig Magensäure? Grad wenn Du viel Rohkost isst. Ich nahm da anfangs fast täglich die Betain-Hydrochlorid-tabletten (klingt furchtbar ist aber fast dasselbe was im Magen ist) da kam eine Lockerheit und Leichtigkeeit im Magen, die ich vorher nicht kannte! Jetzt reichen sporadisch oder halt nach Gefühl…
    Liebe Grüße!

    Gefällt 2 Personen

    1. Bisher hab ich von Ärzten immer eher was gekriegt wegen zu VIEL Säure.
      Es brennt ja auch manchmal recht heftig.
      Wenn ich es dann endlich aber auch mal *merk* oder realisier oder wie Du das nennen magst, krieg ich es auch meist schnell wieder auf normal.
      Liebe Grüße zurück 🙂

      Gefällt 1 Person

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