Nachreichen möchte ich

dass es mit der Ärztin bislang selbstverständlich solche Szene noch NICHT gegeben hat.
Sie hat ja noch nichtmal den Brief.

Und ich glaube auch nicht, dass sie derart extrem reagieren wird.

Aber ANDERE taten das.
Schon mehrfach in meinem Leben.
Es existiert.
Solches Verhalten anderer Menschen.

Es tut weh.

Immer wieder erschrecke ich über die Wucht solcher Erkenntnis.
NICHT selbst Schuld.
Nur logische Folge.
Schlüssiges Endergebnis.

Ich bin KEIN SCHWEIN.
KEINE Drecksau.
KEIN perverstes Stück Dreck.

Nicht ICH.

Es konnte nur nicht anders kommen.
Man kann eben NICHT einfach gehen.
Einfach aufhören.
Ohne Hilfe.

Ohne einen Menschen, wie meinen Mann.
Der den Mut besitzt,
NEIN zu sagen.

Und die Spirale der Gewalt
die Automatismen
das Antrainierte
Selbstverständliche
das Sexuelle und Dienende
Uhrwerk
einfach mit einem Stein im Getriebe zu blockieren.

Es knirscht und knackt.
Dieses NEIN.

Das Nein eines anderen
eines Mannes
unterbricht die vollautomatische Gerätschaft, die die Täter in das kleine Kind implantiert hatten.

Sexuelle und emotionale Selbstaufgabe
und sklavenhafte Unterwürfigkeit
werden unterbrochen.
Das Uhrwerk wird zerstört.
Die Zahnräder verlieren ihre Zähne.

Und die uralte und sich unaufhörlich drehende Fickmaschine gibt den Geist auf.

Es reicht ein allererstes, starkes
und liebevoll gemeintes
NEIN!
eines Mannes.

Der es erstmals NICHT wundervoll, bequem und supergeil findet,
eine notgeile Ficksklavin Zuhause zu haben.

Der es vorzieht,
eine liebende, ehrliche und aufrichtige FRAU zu haben
der er ein guter Mann sein möchte.

So einfach kann es sein.
Die Maschine zu stoppen.

Aber zugegeben
die Operation, um diese völlig eingewachsene und mit dem Selbst verwachsene Maschine zu entfernen
sie heraus zu schneiden und bis auf´s letzte Bauteil zu entfernen
ist leider NICHT einfach.
Und unsagbar schmerzhaft und Jahre andauernd.

Wie sehr hätte ich das NEIN! schon früher gern mal gehört.

Ich wünschte mir, es gäbe mehr anständige und wahrhaft liebende Menschen.


Gebloggt am 05.08.2019

Heimat

2 Kommentare zu „Nachreichen möchte ich

  1. Ich lese sehr gerne hier, weil alles so treffend und trotzdem nicht abfällig geschrieben ist. Sie haben die Fähigkeit auch schwierige Themen nicht auszuklammern und ich ziehe meinen (imaginären) Hut und sage: Respekt vor dem was sie trotz widrigster Verhältnisse aus sich gemacht haben. Ein schlechter Mensch sind sie sicher nicht, ganz im Gegenteil, eine sehr gut reflektierende Frau. Ich wünsche ihnen und ihren Mann alles Gute.
    Olga

    Gefällt 2 Personen

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