Eine Zeit zum Durchknallen

Guten Morgen, ihr Lieben

Das hatte ich schon auch HIER (geschützt) gewünscht.
Ich bin heute völlig durch.
Zur Zeit ja eigentlich NUR.
Aber heute ganz besonders.

Es ist kaum auszuhalten.
Dieses ganze Innendrin.
Auch nicht das ganze Drumherum.

Ich halte das Leben nicht aus.
Die Menschen nicht.
Die Kälte, die Ohnmacht, die Not, den Schmerz, die Erinnerungen.
Die Traurigkeit, die Qual, den Egoismus, die Manipulation und die Dummheit.
Die Kurzsichtigkeit, die Unüberlegtheit, die Politik.
Den Wahnsinn.

Keine Ahnung, was ich mir wünschen würde, wenn Wünsche in Erfüllung gingen.

Egal, was ich mir denke,
irgendwie scheint mir derzeit JEDES Leben unlebbar.
Egal, ob Pflanze, Tier oder anderer Mensch.
Egal, ob hier auf der Erde, in der Phantasie oder auf einem anderen Planeten.

Ich habe das Gefühl,
es herrschen die falschen Prioritäten und Ziele.
Es läuft alles in die falsche Richtung.
Als fiele man aus einem Flugzeug in Richtung Boden und es gäbe nichts zu halten.
Freier Fall.
Ohne Sicherung und Bremse.

Vorhin, eine e-mail,
zog mir den Boden weg.
Und nun ist irgendwie und völlig global
nur noch Fallen möglich.

Irgendwo in ein dunkles Loch hinein.
Gibt es einen Boden?
Ist es endlos?
Ein schwarzes Loch?
Oder prallt man auf?
Schmerzhaft? Tödlich?
Gibt es LEBEN?

Oder sind nicht längst alle tot?
Gestorben, ohne es zu merken?

In mir drehen alle durch.
Voller Angst und Ohnmacht.
Fremdbestimmt, ausgeliefert, Spielball.
Scheißegal… nur ein „Fall“; eine Nummer; ein Irgendwer; ein Niemand.
Bedeutungslos.

Es wird aufgeregt überlegt, vorgestellt, ausgemalt,
ob und wohin wir fliehen könnten und wie es dann dort sei.
Fliehen – wir fühlen uns ANGEGRIFFEN.

Dabei ist es „nur“ eine Mail.
„Nur“ eine Veränderung.
„Nur“ eine Verschiebung von „Zuständigkeit“.

Wir sind in Panik.

Und eine Lösung scheint es nicht zu geben.
Wo soll(t)en wir hin?
Umziehen?
Und dann?
Sind sie dort AUCH.

Menschen.
Überall Menschen.
Wir wollen WEG!!!!
Keine Menschen mehr.
Niemand mehr, der glaubt, er könnte irgendwas mit, für oder an uns tun
OHNE UNS ZU FRAGEN!!!!

Ausgeliefert.

Draußen unablässig Lärm.
Auch fremdbestimmt.
Das Baugrundstück wird mit einem riesigen Haus samt Tiefgarage bebaut.
Lärm von früh bis spät inclusive Samstag.

Eben waren auch die „Gärtner“ da.
„Gärtner“…. ich könnte kotzen.
Irgendwelche Hiwis, jung, dunkelhäutig (solarium?) und mit Sonnenbrille.
Es ist derart bewölkt, dass man die allenfalls braucht,
damit irgendwer
trotz all der scheiß Laune, die sie versprühen
der Unlust, Genervt- und Bepißtheit um sie herum
meinen könnte, sie seien COOL.

Kleine großkotzige Wichser,
um die 20 Jahre,
die zum Mindestlohn
und ohne die geringste Ahnung vom Gartenbau
hier jedwelches Leben verstümmeln und amputieren.
Die beim Rasenmähen Krater in die Erde pflügen
Büsche derart kurz abschneiden, dass nie wieder auch je nur ein einziges Blatt wächst.
Und die dich ansehen, wenn Du dich zum Rauchen auf den Balkon wagst,
als würden sie kleine Kinder fressen.

Aber Hauptsache, sie können Lärm machen.
Nervtötenden Lärm mit Laubpustern, solchen Randstein-Dingern mit Schnüren unten, und Aufsitzmähern.
Ich könnte soooooo kotzen.
Was für kleine Drecksäcke.

Zwangsarbeiter.
Vielleicht droht ihnen das Arbeitsamt.
Vielleicht MÜSSEN sie – ob sie wollen oder nicht.
Man sieht ihr Kotzen in den Visagen.

Nein, das ist heute nicht mein Tag.

Auch wenn die Frau vom OEG versucht hat, mich zu beruhigen.
Mut zu machen und Unsicherheit durch Gewißheit zu ersetzen.
Ich verrecke vor Gefühlen.
Gehe darin unter und ersticke.

Wohin damit nur????

Und auch dem Mann geht es schlecht.
Wie sehr wünschte ich mir einen reset-Knopf.
Alles auf Null.
Neues Leben.
Woanders.
Und unter völlig neuen Umständen.

Ich kann noch nichtmal mehr trinken.
Hab mir mal wieder den Kaffee derart gekippt, dass er am Mund vorbei; den Hals hinunter auf´s Shirt lief.
Ich hasse es.
Ich zittre vor mich hin.

Dabei hätte ich heut eigentlich gern die Betten bezogen.
Auf Winter umgestellt.
Gewaschen, gespült, gehäkelt.

Es ist dunkel hier.
Der Balkon über unserem raubt das ganze Licht.
Immer, wenn es bewölkt und grau ist.

Gestern hatte ich mit dem Mann auch beschlossen, dass wir uns Rollkragen-Shirts bestellen.
Seit Jahrzehnten (!!!) hatte ich keinen Rolli mehr.
Weil mich das triggert und ich es grausam fühle, wenn mir was am Hals liegt.

Inzwischen nun, trage ich ja gerne meine Tücher.
Und auch der Mann darf mich am Hals berühren.
Irgendwer innen denkt, dass es gut sein könnte im Winter,
beim Schlafen vor allem,
den Hals warm zu haben.

Also möchten wir uns wagen, so dünne Shirt-Rollis (nicht Pullis aus Strick) zu versuchen.
Und irgendwer innen träumt sich die Dinger schon unter einem Kleid, das wir wegen dem Ausschnitt nie anziehen.

Irgendwo könnte auch FREUDE sein.
Auch, weil bald Schwarzwald ist und auch der Weihnachtsurlaub inzwischen steht.
Und es doch eigentlich auch so viel Gutes gibt; Erfreuliches und Tolles.

Eben schreibt die OEG-Frau ganz liebe Dinge.
Schenkt mir Respekt und Wohlwollen.
Ermutigt mich an eine gute Zukunft zu glauben und erzählt von einer anderen Frau in ihren Akten (natürlich ohne Details), die jünger ist, als ich.
Kürzere Gewalt erlebt hatte.
Und dennoch schon jetzt unbefristet sei.
Ich solle und könne HOFFEN.

Mehr darf sie gewiß auch nicht „versprechen“.
Zusagen oder Ähnliches stehen ihr nicht zu.

Sie wird mir sehr fehlen.
Irgendwie ist 2020 auch ein Jahr des Verlustes.

Es ist sooooo schwer!!!!!!
Glauben zu können; zu sollen und müssen
HOFFEN
dass demnach 2021 vielleicht tatsächlich ein Jahr der NEUENTSTEHUNG wird.
AUFERSTEHUNG.
Und Wiedergeburt.

Es wäre so sehr notwendig.
Würde die Not wenden.
In Gutes wandeln.

Ich schnaufe und japse hier vor mich hin.
Keine Luft.
Ersticken und sterben.

Es zittert.
Alles.
An und in mir und durch mich hindurch.

Noch gut 3 Monate 2020.
So viele Tage.
Schwer.

Und keinerlei Garantie, dass es wirklich besser wird.
Wie aushalten?
Ertragen?

Gut…. genug ausgeleert.
Irgendwann muß es vorbei sein.
Das Klagen.

Ich versuche jetzt, irgendwas zu tun.
Abspülen z. Bsp.
IRGENDWAS.
TUN.

Statt hocken und gelähmt fühlen.

Ich wünsche Euch einen guten Tag.
Viel Kraft und Liebe ❤


Gebloggt am 07.10.2019

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