Noch nicht mal 11

und es ist schon fertig geputzt.

Ich hätt das nie gedacht. Dass es zu derart großem Teil auch am Staubsauger liegen kann.
Ob man nun Bock hat zu putzen – oder nicht.
Und vor allem, wie lange es dauert.

Ich mein, wir waren echt skeptisch.
Und das soll kein Werbepost werden – nicht wirklich.
Aber ich war immer ein Vorwerk-Typ.
Und es war oft unsagbar schlimm innendrin, weil wir uns den nicht leisten konnten.

Wir hatten mal einen – mühsam abgestottert in unserer ersten Ehe.
Das Ding kostete damals fast 5000 DM mit all dem Zubehör und wir ham ewig dran gezahlt.
Als wir gingen, haben wir das Ding dann beim Mann gelassen.
Wir zogen in eine recht kleine Wohnung und hätten damit nix anfangen können.
Das hatte richtig weh getan.

Und als wir uns nun endlich, nach bald 30 Jahren, wieder einen kaufen konnten, waren wir total im Glück.
Und komisch – die waren günstiger geworden – zumindest schien es uns so.
Also kamen wir nicht drumherum,
zu versuchen,
einen alten Schmerz zu stillen und zu heilen.

Dachten wir.

In all den Jahren hat sich Vorwerk natürlich verändert.
Ohne uns.
Und wir kamen nicht mehr mit.
Weil all das Gute an dem Gerät – oder zumindest das, was wir als *Gutes* im Kopf behalten hatten,
nicht mehr existierte.

Inzwischen darf eine Saugerbürste wohl nicht mehr von alleine laufen.
Der Antrieb, der früher das Saugen so bequem gemacht hatte, darf heute kaum noch existieren.
Sicherheitsmaßnahme, vermute ich.

Und vielleicht bin ich schwächer als früher.
Oder das Ding ist schwerer geworden.
Auch furchtbar unhandlich und schwerläufig.
Jedenfalls hab ich nun 3 Jahre ganz gräßlich gekämpft.
Mit dem Sauger.
Um ihn hinterher zu zerren; um Ecken zu bewegen und vor allem, gegen den Strich des Teppichs zu führen.

Ja, ich hab den Teppich verlegt.
Ganz allein.
Und mal läuft der Strich quer von der Türe rein – oder manchmal sogar genau dagegen.
Und so mußte ich das Zimmer mal von hinten saugen oder seitlich.
Aber geradeaus hinein? Das ging nicht.

Was ein Kampf.
Es war absolut unmöglich.

Nie hätte ich geglaubt, dass ich mich irgendwann freiwillig von Vorwerk abwende.
Aber auch der Kundenservice war echt Hammer.
Ich mein…. eine derart große Firma mit derart vielen Mitarbeitern…
und die kriegen es nicht kapiert, dass ein Gewaltopfer Probleme hat, mit dem Telefon.

Ich hab x-mal gebeten, sie könnten mir auch Mails schreiben.
Oder Briefe.
Aber nein, es gab Tage, da haben sie mit 3 verschiedenen Nummern hier angerufen und 3 Leuten – und alle wollten das Selbe.
Auch sollte dann immer ein anderer Vertreter kommen – aber das geht nicht. Ich laß nicht immer wieder neue fremde Männer in die Wohnung; ich brauch Vertrauen.

Service hab ich nie bekommen.
Ich sollt nur immer noch mehr kaufen.

Und diese Scheiße triggert derart, dass ich den ganzen Tag hier nur noch angespannt war.
Agressiv, zitternd und gemein (zum Mann).
Angst.

Ich bin jetzt jedenfalls froh, das Ding los zu sein.

Die Mutter vom Mann hat Dyson.
Schon alleine DAS hielt mich ab, selbst einen zu kaufen.
Ich hatte seinerzeit, als der Mann dort noch wohnte, hin und wieder IHREN, um beim Mann sauber zu machen.
Irrsinnigerweise hatte er keinen eigenen.

Und das Ding war derart eklig.
Ungepflegt; voller Hundehaare; hat gestunken nach nassem Hund und mir hat´s echt immer fast den Magen umgedreht. Gesaugt hat er auch nicht richtig.

Als nun der Mann ewig mit Dyson kam….
Und dann noch mit Akku….
Ohjeh….

Ich hatte mir so vor gut 5 oder 6 Jahren mal so ein Akku-Ding beim Versandhandel gekauft für 149€.
Ok, bei dem Preis hatte ich keine große Erwartung, aber…..

Das war ein bißchen wie so ein Krümel-Sauger,
den man in eine Art „Verkleidung“ klickte, die wie ein normaler Hand-Sauger aussah.
Nur saugte der deswegen nicht besser.
Und der Akku war gleich leer.

Ich war total unsicher.
Wollte nicht.

Und nun?
Bin ich voll begeistert, weil den neuen Sauger der Strich vom Teppich mal so überhaupt nicht interessiert.
Und weil der bei den ersten Malen saugen tatsächlich Blütenpollen aus dem Teppich holte (die müssen schon dort gewesen sein, bevor wir unsere Pollen- und Insektengitter an den Fenstern hatten).
Und der auch wirklich alle Sockenfusseln mitnimmt – nicht erst beim 6. Mal drübergehn.
Und weil die Düse unterm Clo durch paßt – statt ewig dran zu stoßen.
Und weil man mit dem einfach abstauben kann, wenn man vorn die Staubdüse dran – und das Rohr ab macht.
Und der Akku? Geht tatsächlich ne dreiviertel Stunde.
Die ganze Bude komplett – und länger.

Klar, man muß ihm immer mal die Filter ausklopfen und waschen. Unter fließend Wasser.
Aber hey… so gern hab ich noch nie gestaubsaugt.

Und so schnell.
Und sauber.

Tja…..
Ok.
Eigentlich wollt ich nur sagen, dass ich schon fertig bin.
Und garnicht so erschöpft, alle, traurig und wütend, wie mit dem anderen Ding.

Und jetzt?
Hock ich wieder hier.
11.18h inzwischen.
Und was tu ich nun??????
Sonst hab ich manchmal bis 14h geputzt….

Mal frühstücken 🙂
Duschen und Haare.
Und dann? Hock ich wieder vor dem TV.
Bis zum Kochen.
Der Mann kommt heute wieder erst um kurz vor 19h….
Ein langer Tag….

Bis dann *wink*

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7 Kommentare zu „Noch nicht mal 11

  1. Ich glaub fast, wir sind die einzigen weit und breit (außer unseren Freunden 😊), die das alles – hm… genießen.
    Passt nich ganz, weils vielen so schlecht damit geht.
    Uns jedenfalls irgendwie nich.
    So eine Erleichterung.
    Man kann es kaum glauben…
    Nich mehr so viel müssen zu müssen.
    Zeit haben.
    Chillen.
    Ganz in Ruhe was machen.
    Wenn man will.
    Ansonsten eben nich.
    Kaum Leute, die nerven 😀
    Und jetzt sogar noch eine ganze Woche schneefrei 😃

    So unterschiedlich kanns sein…
    Aber wenn man sowieso die ganze Zeit schon zuhause abhängen muss, isses natürlich ganz was anderes…
    Dan nervts wohl nur noch.
    Wir wünschen euch auf jeden Fall trotz allem einen schönen Tag.
    Gibts eigentlich irgendwie was, was wer bei euch immer schon mal machen wollte?
    Also die, die eher nich so viel draußen sind…

    Gefällt 1 Person

    1. Du meinst drinnen?

      Ein Buch schreiben 🙂
      Aber schon seit 25 Jahren wissen wir nich, wo wir anfangen und wie wir das gliedern oder aufteilen sollten. Deswegen schreiben wir ja jetzt Blog 🙂

      Früher ham wir gebacken – aber der Mann ißt nicht so viel Kuchen.

      Früher ham wir Strumpfblumen und so Blüten aus Lack gemacht (die mit der Drahtschleife zum Tunken) – aber das sind eh nur Staubfänger.

      Ich mein, wir könnten mal wieder mehr häkeln. Aber irgendwie sind wir blockiert.
      Vielleicht wegen der vielen Wolle und dem Angefangenen, das keiner zu Ende machen will.

      Aber eigentlich…. ham wir Zuhause nix mehr zu tun, außer putzen.
      Und zu oft wollen wir das nicht machen, weil wir ja froh sind, dass der Putztick weg ist.

      Was sollen wir sonst Zuhause tun?
      Wir mögen Holz und ham schon geträumt, mal zu schnitzen.
      Aber wenn man das garnicht kann? Und wo? Im dunklen, kalten Keller? Und wohin mit der Sauerei? Und Werkzeug hamwer ja auch nich un Holz.

      Malen? Hamwer schon immer mal versucht, aber es gefällt uns nich, was wir da kritzeln.

      Tja….
      Also TV glotzen.

      Hier bohrt schon wieder wer.
      Ganz doll laut….

      Wir freuen uns einfach drauf, dass wir mal irgendwann wieder in Urlaub könn´.
      Essen gehn mit dem Mann.
      Irgendwo weg fahren und spazieren – und es ist ein Café offen, dass man auch mal pinkeln kann.

      Mal wieder die Tochter sehn un mit der nen Kaffee trinken.
      So viel mehr brauchen wir garnich.

      Aber immerhin scheint die Sonne heut.

      Iiiihhhh – eben kommt, der Lockdown wird wohl weiter verlängert.
      Bis Mitte März.
      Die sind irre….

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    2. Achso…. ja, ihr arbeitet sonst auch.
      Ich glaub, es tut gut, mal Zuhause zu sein, wenn man weiß, dass es begrenzt ist.
      Das ist einfach langer Urlaub.

      Aber wir hocken schon seit Jahren irgendwo rum.
      Früher in den Appartements, wo 2x die Woche ein Mann kam.
      Dann ham wir´s Teilzeit versucht und waren auch viel Zuhause.
      Und nun schon seit Jahren IMMER.

      Und dann noch nichtmal Freunde….

      Wir wünschen Euch auf jeden Fall gute Erholung und eine schöne Zeit Zuhause ❤

      Gefällt 1 Person

  2. Wir arbeiten ja sonst auch und wir ham auch nich schneefrei, nur is heut unser freier Tag.
    aber uns gehts schon oft irgendwie so, wenn wir einfach so zu Hause sind, dass wir nich wissen, was wir machen sollen.
    weil man ja wirklich nich die ganze Zeit putzen will/soll.

    Aber dann hocken wir oft da, und dann denken wir: Wir könnten mal wieder malen, oder Speckstein machen oder lesen oder häkeln, oder oder….
    und dann ist irgendwie so viel Auswahl, aber keine Kraft (?), keine Motivation (?), zu viel innen, was lähmt, dass gar nix geht und dann sitzen wir auch da und glotzen dumm in den TV.
    Und zwischendurch mit unserem Hundi raus.

    Irgendwie is das komisch, oder?
    wir wünschen euch trotzdem noch n guen nachmittag un schicken ne Umarmung ❤

    Gefällt 2 Personen


    1. ja, so in etwa ist das hier auch oft.
      Und dann heult wieder eins, weil wir unser Leben so verschwenden. So viele Tage nur Rumsitzen.

      Hier ist seit ewig wirklich mal wieder Sonne draußen.
      Und man merkt irgendwie so schnell, dass das gut tut. Auch, wenn wir allein grad nich raus gehn, macht das doch irgendwie glücklich.
      Es ist hell 🙂

      Und vielleicht, …. wenn dann wieder wärmer wird, wirds auch wieder gut irgendwie….
      Alles so.
      Wir umarmen Euch ganz herzwarm zurück und auch Euch nen schönen Nachmittag noch ❤

      Gefällt 1 Person

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