Eben denkt es

in mir:

„Es geht um ZU-wendung, statt ab-.
Es geht um HIN-sehen, statt weg-.“

Je mehr es uns ziehen möchte, uns abzugrenzen; weg zu sehen, abzulehnen, weg zu machen, zu fliehen
desto mehr sollten wir uns eigentlich ZUwenden.

Eigentlich drehe ich grad Zigaretten.
Und ich war auf dem Clo.
Währendessen denkt man dann.
Und nun kann ich wieder nicht anders, als nochmal zu schreiben.

Der Mann und ichwir – wir sind GLEICH.
Und wir sehen beide im ANDEREN, was wir in uns selbst nicht sehen (können/wollen).

Der Mann wirft mir vor,
dass ER nun alles „ausbaden“ muß, was ANDERE verbrochen haben.
– aber ist es denn bei ihm anders?

Der Mann wirft mir vor,
ständig zu sagen, dass ich etwas nicht KANN.
dass mich etwas TRIGGERT.
dass mich etwas VERLETZT.
dass ich mich SEHNE.
dass ich BRAUCHE.
dass ich MÖCHTE.
von IHM.
– aber ist es andersherum anders?

Oft genug geht es darum, dass er sagt, dass er Dinge nicht KANN.
mal liegt es ganz körperlich an seiner Behinderung.
mal liegt es an Unerfahrenheit
und manchmal auch an Trotz; Schmerz; Angst; eigener Bedürftigkeit; … – GEFÜHLEN.

Mal sieht er in mir seine Mutter.
Mal im Guten, mal im Schlimmen.
Mal sein Kleiner, der in Brüsten seine Heimat und Wärme sucht
Mal sein *Opfer*, das alle Wunden des Mißbrauches trägt

Manchmal ist er auch „nur“ ein Teenager, der notgeil und stümperhaft gierig seine Bedürfnisse befriedigen will.

Oder auch der behinderte junge Mann, den nie eine hatte haben wollen.

Überall sind unterschiedliche Bedürfnisse und unterschiedlicher Schmerz.

Wende ich mich nun ab?
Weil sogar er SELBST vor seinem Innen Angst hat?
Hinzusehen?
Zu fühlen?
Tue ich nun das Selbe, wie er SELBST?
Und andere?

Auch bei MIR.

Da ist derart viel Schmerz.
Derart viel Sehnsucht.
Auch Hoffnung, Zuversicht, Zuwendung, Liebe.
Genauso,, wie Resignation, Traurigkeit, Wut, Ohnmacht, Rachegefühle, Trotz, Auflehnung,…

Was nutzt es, WEG zu sehen?
Was nutzt es, aufzugeben?
Es führt doch alles nur mehr und mehr in Einsamkeit, Isolation und Abgrenzung; AUSgrenzung.
Bestätigt doch nur, was immer gesagt wurde.

„Dich will eh niemand.“
„Du bist es nicht Wert“ (- geliebt zu werden)

Ob es helfen würde, zu reden?
WÄHREND der Zärtlichkeit?
Auszusprechen, was GEFÜHLT wird?
GEMEINSAM zu fühlen?
MIT zu fühlen?
Sichtbar sein?
In all diesem verschiedenen Sein?

Wende ich mich vom Mann ab
wende ich mich in Wahrheit auch von MIR SELBST ab.
So, wie auch er.

Was fehlt, ist
ZUWENDUNG.

Und nur, weil manche Innen bereits so von Schmerz gefressen, dass sie längst resignmieren und sich winden im eigenen Elend
sie wüten, wehren und verletzen
nur, damit keine Nähe entsteht
nicht entstehen DARF und KANN

ist das doch nicht die Lösung.
Nur der Weg ins Dunkel.

Womöglich machen auch wir sehr viel falsch.
Weil wir den kleinen Jungen im Bett nicht HABEN wollen.
Weil er weiter UNGELIEBT und ABGELEHNT bleibt; benutzt.
Weg geschickt.

Genauso, wie der Teeny und manche Andere.

Genauso, wie auch er SELBST mit ihnen verfährt.

Genauso, wie auch ichwir mit manchen hier umgehen.
Zumindest BISHER.

Nur, es scheint, dass der „neue Schmerz“ den wir fühlen,
das unmöglich macht.
Weg schicken, abwenden, ignorieren.

Es schreit innen nach HIN- und ZUwendung!!!!!
HIER BIN ICH!!!!!!
Und ich geh so schnell auch nicht fort.

Es geht nicht um SEX.
Es geht um ZUSAMMEN.
Um Nähe, Wärme, Wichtigkeit und Bedeutsamkeit.
GELIEBT sein.
Angenommen.

Ob der Mann es aushält?
Versteht?

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