Zahnärzte….

Mahlzeit, ihr Lieben 🙂

Ich bin endlich wieder Zuhause.
Mein Kopf dröhnt.
Ich bin so unsagbar verspannt.
Meine Beine und Füße brennen.
Was hab ich da nur angefangen…..

Schöner wollt ich sein.
Werden.
Die Scham los werden.
Gerne lachen dürfen.
Ohne die ewigen Gedanken über meine Zähne.
Oder, wie weit ich den Mund auf mache.

Klar, man könnte sagen „So schlimm sieht es doch garnicht aus“.
TUT es auch nicht.
Altersgemäß vielleicht.
Und die blöde Krone stört.
Weil die halt, im Gegensatz zu den anderen Zähnen nicht altert.
Und noch immer so hell und stark aussieht, wie es halt war, damals mit 17.
Inzwischen sind alle Zähne recht transparent geworden; voller Risse und Macken.
Abgeschliffen.
Nur die Krone nicht. Sie leuchtet mir aus dem Mund; darüber ihr Ansatz und weit darüber irgendwo das Zahnfleisch.

Unschön.
Scham.
Peinlich.

Schon eigenartig, als ich öfter Dahlke las und in seinen Büchern steht, dass der linke, obere Schneidezahn für die Mutter steht; der rechte für den Vater.
Und eigenartig, dass meine Mama noch immer (m)eine Königin ist; gekrönt.
Unantastbar dafür, sie gar als Täterin zu sehen.
Oder zumindest als Wegseherin.
Meine Mama ist irgendwie immer „wie ich“.
Ein Opfer.

Was wohl passiert, wenn die Krone, die seit nun 34 Jahren nicht abgehen will – obwohl man Kronen eine Haltedauer von 10-15 Jahren nachsagt – mit Gewalt abgezogen wird?
Herunter gerissen?
Um auf den abgeschliffenen Stummel etwas Neues drauf zu machen?
Etwas Neues, das alle VIER Zähne oben vorne includiert?

Was, wenn meine Mama die Krone verliert?
Und stattdessen eine Verblendung bekommt? Eine „Maske“?
Genauso, wie auch der Vater-Zahn und wofür die 2 daneben stehen, weiß ich nicht.

Wie ist das wohl, wenn sie maskiert werden? Zugedeckt mit Schönem?
Heilem?
Ob sich wohl hierdurch auch in MIR etwas ändert?
In meinem Fühlen oder Denken?
Meinem Sein?

Heute Früh habe ich einen Brief geschrieben für den (neuen) Zahnarzt.
Weil ich in Stresssituationen meist nicht reden kann, wie ich will.
Weil ich so vieles vergesse oder keine Worte finde.
Ich kann es ihm beim nächsten Termin vielleicht vorlesen.
Oder auch in die Hand drücken, zum sofort-lesen.

Ich schrieb über mein Trauma früher mit Zahnärzten.
Dem vielen Eiter; den Not-OPs; die Schmerzen.
Dass ich alles andere weg lasse, weil es nicht in den Zahnbereich gehört.
Aber dass ich meine OEG-Bewilligung nicht im Lotto gewonnen hätte.
Dass ich 50% Behinderung deshalb habe.
Und es egal ist, wie es von außen *aussieht* – Trauma ist INNEN.
Und es ihm gerne ein einziges Mal zur Kenntnis geben mag, damit ich mich nicht permanent schlecht fühlen brauche.

Ich erzählte von der Zahnreinigung letztes Mal.
Und der Dame am Empfang.
Und warum es bei mir nicht funktioniert, mit derart spontanen Terminen;
mit 2 oder 3 losgelassenen Weibern, die zeitgleich auf mich einreden.
Und damit, mich zu entwürdigen und zu beleidigen.

Ich werde sehen, ob er sich die Zeit für mich nimmt und meine Bedürfnisse.
Vermutlich geht mein Mann nächstes Mal wieder mit.
Zur Unterstützung und weil er weiß, wie schwer mir das fällt.

Dann war heute der Gutachter-Termin.
12.15h
Ich war um 12 schon dort, in dieser Stadt, die mich so sehr triggert.
Kopfschmerzen.
Unsagbar fieße Verspannungen im Nacken.
Das Gesicht schmerzt auch.

Ich saß dort im Wartezimmer.
War 2x pieseln, weil Innenkinder es immer nicht aushalten.
Angst.
Ich wartete bis 12.50h.
Dann endlich, nachdem noch 2 andere Leute, die NACH mir gekommen waren, dran waren, riefen sie mich.

Der Arzt schien erst ganz nett zu sein, aber was er TUN mußte, war nicht schön.
Kältetest auf den Zähnen – ob sie noch leben.
Gepiekse in jeden Zahnhals – prüfen, ob es Taschen gibt und ob alles gepflegt ist.
Wackeln an den Zähnen.
Und Fotos.

Die Tussi, die mir so einen Lippenspreizer in den Mund steckte, war grob.
Unfähig.
Sie drückte mir das harte Plastik in den Oberkiefer; direkt auf den Knochen, weil sie „ganz besonders gut spreizen wollte“.
Dann zog sie die Dinger wieder zusammen und klemmte mir die Oberlippe dazwischen ein.
Ich stöhnte irgendwie, so gut das ging, wegen dem Schmerz.
Sie taten so, als stelle ich mich nur an.
„Sie dürfen sich nicht wehren!!!! Wenn sie sich wehren tut es weh!!!! Lassen sie locker!!!“

Super.
Triggersätze.

Dabei STIMMTE das doch garnicht. Ich HABE mich nicht gewehrt.
Sie hat einfach nur zu doll gedrückt.

Ich saß da mit Tränen im Gesicht.
Und die fanden mich zu *empfindlich*

Scheinbar dachte er, ich sei komplett verstört und zeigte mir den Ausgang.
So, als hätte ich die 2 Türen weiter nicht mehr hinaus gefunden.
Scheinbar hatte er durchaus gemerkt, dass da *was* in mir ablief.

Aber sich entschuldigen? Tut keiner.
Die blöde Kuh glotzte mich nur dämlich an.

Aber er wünschte mir viel Erfolg mit der Behandlung und dass es schön wird.
Es klang so, als sei es sicher, dass es bewilligt wird.
Auch schon bei den Tests.

Irgendwer in mir freut sich.
Möchte das unbedingt.
Endlich – wir haben soooo lange gewartet.
Soooo lange ausgehalten, so auszusehen in all den Erinnerungen an damals.
Es wird so Zeit, dass wir heute endlich nach HEUTE aussehen.
Lachen und strahlen können.
Ohne Scham.

Andere weinen und fürchten sich.
Zahnarzt.
Sooooo Angst.

Und nun haben wir doch extra schon weg gewechselt.
Von unserem Zahnarzt seit 2008, der doch eigentlich so nett war – aber seine Anmelde-Tussi halt nicht.
Und die Stadt auch nicht.

Normalerweise kriegen wir das immer soweit hin.
1x im Jahr zum Zahnarzt zur Reinigung.
Mehr ist da nie.
Außer, es fällt mal wieder irgendwann ein Inlay raus. Dann muß man das halt wieder rein kleben lassen.

Und nun?
Neue Zähne?
Gleich 4?
Und wir wissen garnicht richtig, wie das eigentlich gemacht wird.
Die werden ansich irgendwie nur beklebt?
Vorne drauf, damit es „aussieht, als ob“.

Klar, keine gewöhnliche Kassenleistung.
Schön-sein-wollen.
Interessiert die nicht.
Trauma-Scheiß.

Manchmal will innen wer wieder zurück zu „unserem Zahnarzt“.
Der hat uns nie getriggert; er war vorsichtig und nett.

Blöd halt, dass dafür diese Anmelde-Tussi so fieß war.
Und oft, wenn wir dann 1x kamen im Jahr, war UNSER Doc eh grad im Urlaub.
Scheiß egal – die hätte NIE angerufen, um den Termin zu verlegen.
Komm halt klar!!!!! Dann gehste halt zu nem ANDEREN!!!!

Und es war hart, da durch zu müssen.
Immer wieder.
Und wenn Du dich beschwerst, kommt sie zu dir gerannt und motzt dich an „Das ist nicht MEINE Schuld!!!!!“

Nee, ist besser, dort weg zu sein.
Der Doc geht womöglich eh bald in Rente.
Dann wär´s eh rum.

Ach, genau….
ich wollt noch wegen der NG-Frau schreiben.
Dass unser Päckchen ja heute oder morgen bei ihr sein müßte.

Und dass uns verdammt viel im Kopf rum geistert.
Wie sie wohl reagiert?
OB überhaupt?
Weil sie sich jetzt schon seit 3 Wochen nicht mehr gemeldet hat.
Obwohl sie ja auf eine Mail von uns noch antworten wollte.

Und dass sie mail-addy UND whatsapp verschusselt hat, ist kaum möglich.

Eher möglich, dass wir ihr DOCH zu viel sind.
Dass sie erschrocken war über irgendwas.
In sich selbst vielleicht.
Doch zu nah?

Keine Ahnung… es fühlt sich nicht ganz so doll an.
Auch O., die sich nicht meldet.

Womöglich IST es einfach so.
Dass Menschen mit uns nicht klar kommen.
Je nachdem, wer grad innen fühlt,
liegt es mal an uns
aber auch oft an den Anderen.
Weil die das einfach nicht KÖNNEN.
Empathie; Verständnis; Zugewandtheit.
Die drehn sich dann lieber um, statt ihre Defizite erkennbar zu machen.

Traurig…..
oft denke ich, wir finden niemals Freunde.
Und immerzu hinterher rennen?
Will ich auch nicht.

Klar… der Mann sagt dann oft,
dass sein Freund AUCH so ist. Der ruft so gut wie NIE an.
Den MUSS man anrufen.
Aber die 2 kennen sich seit über 20 Jahren.

Und ja….. auch ich mag es gern, wenn sich Menschen bei MIR melden.
Oft weiß ich auch garnicht, was ich schreiben sollte oder sagen.
Hinterher rennen….. das hab ich früher IMMER getan.
Wie ein Hund.

Ja, klar, ….. Kontakt zu üben ist Triggerzeug.
„Bindungsstörung“…. – kein Wunder, dass das „Gestörte“ immer wieder eine Rolle spielt.
Wie soll man es auch anders lernen?

Die Hoffnung stirbt zuletzt, oder?
Man versucht es weiter und immer wieder.

Aber wir haben hier die Blogs.
Hier das Miteinander.
Hier andere Menschen.
Ich bin froh.

Wir wünschen Euch einen guten Tag.
Viel Kraft und Liebe ❤


Gebloggt am 14.12.2020

Schon eigenartig

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