Tja.. was nur für eine Überschrift…..?!

Hallo, ihr Lieben 🙂

Ich hab garkeine Ahnung, wie ich das in Worte fassen soll, was ich eben denke; fühle….
Diese Zerrissenheit zwischen Hell und Dunkel.
Dieses Beidessein.
Das Leben leben fühlen – und zeitgleich so viel Schmerz, Resignation und Mutlosigkeit.
Beides zugleich; parallel.
So, als ruft das Leben so unerträglich laut danach, lebendig zu sein.
Und die Resignation und Zerstörung zerrt zeitgleich in die andere Richtung.

Da ist so viel Wollen und Sehnen.
Und Aufbruch, Veränderung und Wachstum.

Und zeitgleich irgendwie die Fessel, die dich fest hält.
An Ort und Stelle.

Eben, so gegen halb 10 hatte die Zahnarztpraxis angerufen und gesagt, dass der Termin heute nicht stattzufinden braucht.
Nächste Woche, beim bestehenden Termin, sei der Techniker dann ohnehin vor Ort.
Und sollte das Teil nicht passen, könnte man es direkt verändern und anpassen.
Da brauchte ich heute nicht zu einer „Anprobe“ kommen – das ginge dann nächstes Mal in EINEM.

Gut und schlecht zugleich.
Weiter und Stillstand zugleich.

Wir haben nun inzwischen 2 Urlaube gebucht.
April und August.
Ein paar wenige Tage Anderes; Schöneres; ein anderes Umfeld mit positiven, mutmachenden Einflüssen und Eindrücken.
Schöne Tage mit dem Mann.

Nachdem wir nun garnicht wissen, wieviel uns die Zähne am Ende kosten werden,
weil nicht abzusehen ist, wieviel davon die Zahnzusatzversicherung übernimmt,
müssen wir warten, bis wir es wagen können, uns neue Brillen machen zu lassen.
Wir haben entschieden, nun doch wieder zurück zu kehren zu „unserer Glasfarbe“, die wir früher IMMER hatten.
Und die uns unser Fühlen ganz offensichtlich in andere Stimmung bringt.
Es ist DOCH ein Unterschied, durch welche (Gläser-)Farbe man die Welt betrachtet.
Und unsere Ausflüge in eher dunklere Farben, hatten uns unser Leben auch dunkler gemacht.

Wir freuen uns sehr darauf, irgendwann dann wieder schärfer sehen zu können
Kopfschmerzen verschwinden zu fühlen
und positiver ins Leben sehen zu dürfen.
Aber es wird noch ein bißchen dauern.

Ach, die Töpfe, die wir zum Verschenken auf die Straße gestellt hatten,
waren bis zum Abend komplett weg gewesen.
Irgendwie tut es gut und ist schön, wenn man auf diese Weise am Ende womöglich helfen kann.
Freude schenken.
Sinnvolles tun.
Ganz offensichtlich ist es GUT, Sachen raus zu stellen, statt sie weg zu werfen.
Obwohl sie noch gut sind.
WEIL.

Wir hadern derzeit sehr mit unserem körperlichen Befinden.
Auch mit unserem Alter; unserem Aussehen.

Es fällt scheinbar sehr schwer damit umzugehen, dass der Körper älter wird.
Dass das Aussehen nicht zum Gefühl paßt.
Dass der Körper komische Befindlichkeiten hat.
Dass man nicht ewig Zeit hat; endlos,
um irgendwann doch genug geheilt zu sein; ausreichend
um all die Dinge zu tun; tun zu KÖNNEN,
die man aufgrund der Traumaerlebnisse bis heute nicht zulassen kann.

Irgendwann – eigentlich schon jetzt – sind wir einfach zu ALT.
Wer will mit 52 noch Fallschirm-springen?
Noch so viel Kondition aufbauen, dass man Marathone laufen könnte?
Noch so gut schwimmen lernen, dass man frei irgendwo schwimmen wagte?
Noch frei genug sein, um wild in der Gegend herum zu toben? Albern zu sein, Kreischend und lachend fangen zu spielen?
Trimmdich-Pfade zu meistern?
Große Reisen zu unternehmen in aller Herrenländer?

Früher…
da wollten wir mit dem Interrail-ticket quer durch Europa.
Oder völlig ohne Geld einfach drauf los laufen – gucken, wo der Weg uns hin trägt.
Mutig per Anhalter einfach geradeaus.
Hier und da mal was jobben und mit möglichst wenig (Geld u. anderes) möglichst weit kommen.
Aber keine(r) hätte Mut dazu gehabt.
Und außerdem gab es ja das Kind.
Und all die Schulden.

Heute trauen wir uns nichtmal in nen Hochseil-Garten.
Oder ins Schwimmbad.
Oder auf eine Schaukel auf nem Spielplatz.
Wir sind ALT.
Oder „das tut man nicht“.

So viel Mist, der im Weg rum steht.
Und so wenig Zeit, um das endlich, irgendwann mal noch – vielleicht – weg zu bringen.

Seit gut 2 Wochen ist da plötzlich in uns wieder so ein Bedürfnis – oder zumindest Interesse – an (Selbst-)Erotik.
Das gab es seit Jahren nicht.
Da war immer nur diese Scham gewesen und Blockiertheit.
Nun, ganz plötzlich, ist es anders.

Zeitgleich war da aber auch so ein Ziehen im Unterleib.
Unsagbar empfindliche Brustwarzen.
Fast Schmerz.
Angst, irgendwie krank zu sein.
Das Gefühl, als wachse da was im Bauch.
Gebärmutter-Geschwüre? Ein Kind?
Völlig irrationale Ängste.

Auch der gesamte Bauch tat immer wieder weh – und nichtweh.
So dieses irre Gefühl, wo man nicht weiß, was „echt“ ist.
Ist es nur Einbildung?
Halluzination?
Wenn man hin fühlt, ist es weg.
Wenn man es irgnorieren will, ist es DA.
Wie Nebel, der zerfällt, sobald man ihn berühren will.

Und mit dieser Art von Sexualität,
kam auch der Zorn und die Wut auf den Mann.
Weil wie oft schon hätte er gerne mehr Sex gehabt?
Andererseits aber auch NICHT.

Wie oft fragte er schon, was ich mag und wünsche?
Nur, um es dann gerade NICHT zu tun.

Wie oft sprachen wir schon drüber, wie traurig und schmerzhaft es immer ist,
immer nur IHN zu befriedigen?
Aber SELBST es nie Wert zu sein, dass auch er sich mal für mich interessiert.
Dass er immer nur da liegt, wie ein nasses Handtuch.
Nichtmal die geringste Körperspannung; bewegungslos, als sitzt man auf einem toten Fisch.

Tausend Ausreden; BEGRÜNDUNGEN
weshalb er mit seinem Ängsten, seinem Trauma und vor allem der Behinderung
NICHT ANDERS KANN.

Fakt bleibt:
ER ist immer befriedigt.
Ich so gut, wie nie.
Wozu also????
Wozu sollte ich mich bemühen, ihm gut zu tun?????
Wenn es immerzu bloß eine Einbahnstraße bleibt?
Und er sich nichtmal zu schade dafür ist, mir hin und wieder auch schlicht zu sagen,
das sei exakt DAS, was er VON MIR gelernt hätte.

Als seien 13 Jahre nicht lange genug,
um zu kapieren,
dass das, was ich ihm DAMALS beigebracht hatte,
Traumascheiße gewesen war.
Und ich ihm heute womöglich doch genug Wert sein darf und kann,
dass er sich zumindest ein kleines bißchen auch bewegt.

Es ist ein Endlos-Thema. Ich weiß.
Auch für MICH.
Ein sehr TRAURIGES Thema.

Da hat man einen Mann, der immer wieder gerne nach Liebe-machen schreit,
immer wieder das Gespräch sucht,
sagt, er würde sich interessieren
– aber garnicht bereit ist,
LIEBE zu machen.

Wozu sollte ich also eine Sexualität brauchen?
Wollen?
Wenn es eh nur weh tut?
Und nichts zu geben hat?

Da ist so viel Traurigkeit innen. Und Resignation.
Aber auch Wut, Zorn, Trotz und Aufbegehren.
Wie kann er immerzu Dinge wollen, die er nicht zu geben bereit ist????
Und es geht in boykott; in Widerstand und Weigerung.
Aber das führt am Ende ja doch nur in Isolation und Einsamkeit.
In Kälte und Lieblosigkeit.

Aber alles reden führt irgendwie zu nichts.
Er weiß und sagt auch,
dass er in sich da ein Problem erkennt.
Aber er weiß keine Lösung.

All diese diffusen Gefühle innen.
Wir fragen uns immer wieder,
wieviel hiervon wohl erst durch die Zähne kommt.
Gestern war den gesamten Tag fießer Zahnschmerz.
ÜBERALL IM MUND.

So, als sei Eis an den Zähnen.
Es tuckerte und pumpte.

Erinnerung.
So, muß es wohl gewesen sein.
Womöglich noch viel, viel schlimmer.
Damals, als da überall diese Eiterblasen waren und die faulenden Zähne.
Damals, als da noch Milchzähne waren.

Womöglich weckt das Entfernen dieser 35 Jahre alten Krone
Bilder von Damals.
Nicht nur im Mund.
Sondern im gesamten Sein.

Da ist eben doch so viel Gutes.
So vieles, das sich eben ändert und bunt und schön wird.
In Ordnung kommt.

Und zeitgleich zieht das alles einen Schweif Dunkel hinter sich her.
Wie ein Stern.
Eine Sternschnuppe.
Leuchtend und strahlend – mit einem Schweif aus Staub und Geröll.

Frühjahr.
Auferstehung des Phoenix.
Aus der eigenen Asche.

Ich guck jetzt noch die letzten 2 Folgen „Glitch“.
Bin sehr gespannt auf die Auflösung.

Euch einen schönen, sonnigen Tag.
Viel Kraft und Liebe ❤

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