Wieder mal: Selbstfürsorge

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Der Tag ist noch jung – es ist 10 – aber wir haben schon wieder was gelernt.
Wir lernen überhaupt sehr viel im Moment.

Wir haben schon wieder den Mann überlastet.
Erst haben wir ihn um 7 aufgeweckt mit einem nicht enden wollenden Nies-Anfall (Corona will wohl endlich weg explodiert werden)
obwohl er erst gegen 3 im Bett gewesen war, weil es mit seinem Freund so gut gewesen war.

Und dann konnten wir wieder mal nicht aufhören zu reden.
Diese immerwährende Not.

Ich fürchte, auch hier im Blog, gehn wir Euch längst schon auf die Nerven.
Mit den kreiselnden Themen; dem immer Gleichen.
Optiker, Zahnarzt, Tattoo, Schmerzen, …..

Innendrin wird gestorben.
Jeden Tag, jede Stunde, Minute und Sekunde.
So große Not.
Zu großer Schmerz.
Ohnmacht, Verzweiflung, Qual.

Immer wieder denken wir, JETZT hätten wir was kapiert.
Und das Kapieren macht, dass der Schmerz geht.
Aber leider hält das immer nur sehr kurz.

Erkenntnisse.
Irgendwie fordert das ganze Thema dazu auf.
SIEH HIN!!!!
BEGREIFE!!!!

Nur WAS?????

Es ist, als hängen wir in einer Zentrifuge und fahren in diesen Themen permanent Karussell.
Und immer wieder diese Schmerzen.
Diese Verzweiflung, Ohnmacht und Not.
In Wellen.
Mal völlig verschwunden
dann umso schlimmer wieder rückkehrend; steigernd.

Und man labert und labert und labert an den Mann hin.

Vorhin meinte er, er sage nichts mehr dazu.
Er hätte nun oft genug aufs Hirn gekriegt.
Jedes Mal, wenn er einen Vorschlag macht, kommt eins und erklärt ihm, wie blöd er sei.
Zu kurzsichtig.
Unlogisch.
Idiotisch.

Es strengt ihn an.
Und er weiß keine Lösung.

Klar – er geht mitten rein in das Innenchaos aus völlig verschiedenen Meinungen, Ansichten und Überzeugungen.
Mittenrein ins Tal der Traumen.

Es ist unvorstellbar, was da innen eben abgeht.
Wegen ZÄHNEN.

Hey, wir wollten uns echt etwas GUTES tun.
Und eigentlich IST es auch gut.
Aber ganz offensichtlich legt jede Veränderung dann auch Schatten frei.
Altes und Vergangenes.
HEUTE.

Es ist doch verrückt.
Alles irgendwie auf einmal.
Da kam die Mens; die Zähne; die Brille; das Tattoo; O.´s Angebot zu laufen …
Und CORONA.
Wobei…. eigentlich klingt das doch noch „übersichtlich“.

Jedes Mal, wenn wir meinen, wir hätten jetzt was begriffen,
will noch was ANDERES begriffen werden.

Wir kriegen es nicht auf die Kette.
Manchmal, da tut kaum was weh.
Da ist halt die Brille bissi falsch; kein Drama.
Und die Zähne? Was soll´s… spannt ein bißchen.
Und dass wir hinten schon ein Loch rein gebissen haben, weil ein Unter-Zahn zu hoch ist… gut… das kann der bestimmt reparieren.

Und dann?
Will man sich lieber selbst die Zähne ausschlagen – damit das endlich aufhört.
Weil es so U-N-E-R-T-R-Ä-G-L-I-C-H!!!!!!!!! ist.
Weil man es nicht aushält.
Weil man lieber TOT wäre.

Und die Augen!!!!
Das TUT SO WEH!!!!!!!
In den Augen
Um die Augen
Das ganze Gesicht!!!!
So eine QUAL!!!!!!

Und der Nacken
Und die Schultern
Und ….
Und es schreit, heult und wimmert innen.
Und man denkt, man wird verrückt.
Vor lauter Not.

Und ewig versucht man sich zu bremsen.
Und zu hoffen, dass man weder dem Zahnarzt, noch dem Optiker, noch dem Osteopathen all dieses Gewimmer um die Ohren jammert.
Dieses riesengroße, monströse LEIDEN.

Weil hey, ganz nüchtern betrachtet,
ist das doch alles Pipikram.
Hier die 2 Punkte beim Zahnarzt – nee, 3 – von wegen hinten kaputt, weil Zahn zu lang
Spannung zwischen den Dingern
und
bitte Untenzähne abrunden.
Fertig.

Und Optiker?
So, wie immer halt nach 2 Jahren.
Sehtest und neues Gestell aussuchen.

Wenn da irgendwer hin ginge und anfängt, all dieses Leiden zu klagen,
dann bringen die uns WEG.
In irgendeine Klinik.
Und der Zahnarzt denkt, er hätte sich an uns vergangen.
Dabei sind die Zähne doch wirklich SCHÖN.
Es ist minimales Bissizeug, dass er gewiß ganz leicht in Ordnung bringen kann.
Da muß man kein so Geschrei machen.

Vorhin kam mir,
dass sich dieser Zustand wohl anfühlt,
als hätte man ein stromtragendes Kabel angefaßt.
Und da hängt man dann fest und zuckt.
Kann nicht los lassen.
Und der Schmerz wird immer größer.

Wer dreht die Sicherung mal raus????

Gestern war´s, da fiel mir ein oder auf,
dass diese leichte Spannung in den Zähnen womöglich an die Zahnspange erinnert.
Dass DAS der Trigger hieran ist.
Die Zeit mit der festen Zahnspange damals, wenn versucht wird, die Zähne langsam zu verschieben.
Das ist kein *Schmerz*;; viel eher ein *Druck* oder ein *Ziehen* im Kiefer.
Eigentlich garnicht wirklich so schlimm.
Und doch TUT es was innendrin.
Weckt irrsinniges Leid.

Es fällt so verdammt schwer, los- oder nachzulassen.
Zu entspannen.
Sobald ein Muskel anzieht, ziehen alle anderen nach.
Permanente Anspannung die sich kettenreaktionsartig durch den kompletten Kopf und Hals-Nackenbereich zieht.

Man könnte lachen – ich hab seit längerem keine Probleme mehr mit Magen oder sonstigen „Unten-Themen“ – dafür sind keine Kapazitäten frei.

Heute nun, nach diesem Gespräch mit dem Mann
Und dem Begreifen, wie sehr wir auch IHN überlasten
ging uns auf, dass endlich LÖSUNGEN her müssen.
Das ständige Festhalten bringt keine Erleichterung.

Gestern schon hatten wir – uns selbst zuliebe – nochmal beim Zahnarzt angerufen.
Berichtet, dass ein Zahn bereits defekt sei und unser Gesundheitszustand wieder besser sei.
(Wir hatten gestern beim Corona-Test kaum noch einen Hinweis auf positiv. Nur noch ein derart unsichtbar-dünnes rosa Ding,, das nicht mehr nach LINIE aussah)
Und ob wir unseren Donnerstag-Termin nicht vorverlegen könnten.

Also gehen wir nun am Dienstag zum Zahnarzt.
Dann wird unser Problem dann hoffentlich ganz leicht gelöst.

Auch für den Osteopathen schien es rücksichtsvoller,
den Termin von heute doch lieber erst Montag zu machen.
Aber dann haben wir Montag also auch Hilfe wegen der Anspannungen.
Womöglich machen wir dann einen weiteren – NACH dem Zahnarzt und dem Optiker.

O. schrieb vorhin.
Wann ich denn Zeit hätte zu laufen.
Eigentlich wollte sie schon morgen – aber nächste Woche hätte sie auch Zeit.
Als habe ich rein-gefühlt und entschieden,
so schön es auch wäre und so sehr wir uns auch drauf freuen
es zu entspannen.
Donnerstag wäre vielleicht gut?
Dann kann es uns bis dahin schon wieder ein bißchen besser gehen und infektiös sind wir dann gewiß nicht mehr.

Sie freut sich.

Und DANN kam uns noch die glorreiche Idee,
Montag mal beim Tattoo anzurufen.
Womöglich kann man unseren Termin am Mittwoch mit jemandem tauschen?
Derdie sich freut, bissi früher zu dürfen?
Und wir hätten dann noch ein paar Tage, um die strapazierten Nerven zu erholen?
Bevor wir uns da einen ganzen Tag stechen lassen?

Außerdem könnten wir dann Mittwoch, wenn vom Dienstag der Kiefer ein bißchen entspannter ist und vom Montag der Rest
womöglich gut zum Optiker.
Dann wäre auch DAS in guten Wegen.

Wir haben vorhin dann noch ne Tablette genommen
(ist für´s Tattoo ohnehin ganz schön heftig, wenn man vorher so oft Tabletten genommen hatte)
und es geht uns besser.
Es tut gut, wenn sich Dinge dann irgendwann DOCH sortieren.
Auch dann, wenn man trotzdem noch bissi warten muß.

Gestern Abend war auch wieder so ein Ding.
Alleine.
Ohne den Mann.

Einsamkeit ist ein grausames Gefühl.
So oder so, aber besonders in momentanen Zuständen.
Wir haben Gulasch aufgetaut und Nudeln dazu gekocht. Das reicht dann grade auch noch für heute Abend.
Aus Langeweile haben wir in Netflix gesurft und alles auf unsere Liste gepackt, das vielleicht so in Frage käm.
Dann war´s schon 21.15h und wir ham noch bissi ZDF geguckt.
Was waren wir froh, als wir endlich ins Bett konnten.
Endlich mal Ruhe im Hirn.
Endlich mal ausknippsen.

Dieser Höllenritt ist wirklich grausam.

Ist es Corona?
Macht dieses Virus, dass man tief in seine tiefsten Moraste getunkt wird?
Dass man vor sich selbst nicht (mehr) entkommt?
So viel Schmerz, Ohnmacht und Qual.

Oft habe ich zwischendrin das Empfinden, körperlich ohnmächtig zu werden.
Womöglich ein Ausdruck der seelisch manifestierten Ohnmacht als Kind?

Dem Mann geht´s soweit gut.
Abgesehen davon, dass er eben mit MIR klar kommen muß.
Er ist wieder negativ.

Seine Verspannungen hat er jedoch noch immer.
Das Gefühl, als säße etwas auf seiner Brust.
Dass er kaum Sauerstoff kriegt, sobald er auch nur das Geringste TUT.
Montag geht er zum Arzt, seine Lungen checken.

Ich wünsche Euch einen guten Tag.
Viel Kraft und Liebe ❤


9 Kommentare zu „Wieder mal: Selbstfürsorge

  1. Na ja, etwas zu wissen und verstehen bedeutet leider nicht, dass es besser wird.
    Im Gegenteil.
    Also bei uns.
    Als wenn das Gefühl mit etwas Verzögerung nach kommt.
    Dann aber umso heftiger.
    Und Gefühlen kommst du mit reden und erklären nicht bei.
    Dreimal leider.
    Deswegen machen Freunde von uns jetzt Körpertherapie.
    Nicht schön – mal so gar nicht! – aber hilft denen…
    Aber wie so oft: Krankenkasse zahlt so was nicht…

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    1. Ja. Es ist schwer….
      Körpertherapie hab ich hier lange rum gesucht – in der Zeit, als die Kinesiologin noch *gut* erschien und öfter auch die Thera noch sagte, das sei hilfreich.
      Aber hier GIBT es sowas einfach nicht.

      Es wird irgendwie gehen müssen.
      Und wir sind auch ziemlich sicher, dass das jetzt so massiv durch Corona kam.
      Echt ein irres Virus.

      Immerhin läßt es wieder nach.
      Wir *merken* ja, dass sich das steigerte, mit Infektion und jetzt, wo der Test uns negativ nennt, wird es wieder erträglicher.
      Wir hoffen.

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      1. Ja. Ohne Geld biste aufgeschmissen.
        Aber mit Geld und ohne Therapeuten is auch Kacke.
        Ichh denk oft an meine Mama und wie das früher war mit Trauma-Hilfen (NICHT).
        Aber selbst heute ist es einfach noch lange nicht *GUT*.
        Wer weiß… vielleicht hat dann die übernächste Generation mehr Chancen….
        Am Ende kann man halt nur selber gucken, was gut tut. Und so gut wie möglich versuchen, sich selbst zu helfen.

        Ich hab Dusel. Tattoo verschieben trifft auf großes Verständnis. Vielleicht hab ich sogar *mehr* Dusel und es geht stattdessen 1 Woche später.
        Euch ein schönes Wochenende ❤

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  2. Augenschmerzen können mit Corona zusammen hängen (in T-online gefunden):

    Bereits zuvor hatten andere Studien einen Zusammenhang zwischen Covid-19 und ophthalmologischen – das Auge betreffenden – Symptomen untersucht. Das Ergebnis: Augenprobleme, insbesondere Augenschmerzen, können ein erster Indikator für eine Infektion mit dem Coronavirus sein. Sie werden allerdings oft übersehen und kommen zudem längst nicht so häufig vor wie die typischen Corona-Symptome, etwa Husten, Fieber oder Müdigkeit.

    Gefällt 1 Person

    1. 🙂
      Tja.. wir waren wohl schon immer *anders, als andere*.
      Wir schleimen wohl viel (wie ein Fluß hinten den Hals runter und Schaum im Mund), dafür husten wir nicht.
      Halsweh ham wir auch nicht und niesen tun wir nur morgens zum Aufstehen – wohll nur, um den im Liegen gesammelten Schleim aus allen Höhlen zu sprengen.

      Dafür eben diese Schmerzen.
      Die aber auch immer wieder in Wellen stärker und schwächer werden.
      Auch gut auf Ibu ansprechen.
      Und dann hoffentlich wieder verschwinden, in dieser Art, wenn das Virus völlig bekämpft ist – auch die Toten.

      Ich denke, es ist gut, mit dem Optiker gewartet zu haben und es raus zu ziehen, bis man wieder „Normalmaß“ empfindet.

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  3. Hey
    ich glaube (also so kenn ich das von mir) wenn man eh schon voll ist mit psychischen Themen, Sachen, Schmerzen, dann darf kein „Fitzelchen“ mehr dazu kommen, weil das dann der berühmte Tropfen ist.
    Klingt doch gut mit mit der neuen Planung 😉
    Viel Glück!

    Gefällt 1 Person

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