Durchwachsen

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Ich hab schon wieder Kopfschmerzen – oder noch immer?
Es ist zermürbend, wenn man sich immerzu fragt, ob das nun vom Wetter(-umschwung), der Brille, Corona oder was auch immer kommt.

Wenn man alles versucht und unternimmt, damit es aufhört
– aber es TUT es einfach nicht.

8 Schmerztabletten im März.
Klar, manche mögen hierüber lachen.
Aber normalerweise komm ich höchstens auf 2-3.
Das gab´s echt noch nie.

Der Mann sagt, „na und? Du hattest Corona; die Mens und dann noch den anderen Spektakel. Ist ja kein Wunder, oder? Und wenn das 1x so ist, dann ist es auch wurscht.“

Womöglich hat er Recht.
Und trotzdem hat es innen Angst, dass die Schmerzen überhaupt erst DURCH die Tabletten kommen.
Woher soll man auch wissen, worauf sich der Warnhinweis im Beipackzettel bezieht?
Wie viele Tabletten es denn braucht, damit Schmerztabletten Schmerzen verursachen?
Sie warnen halt mal davor.
Und wir haben deshalb halt mal Angst.

Ok….
Nicht mehr lang.
Das Theater hat (hoffentlich) ja bald ein Ende.

Die letzten Corona-Toten werden ja hoffentlich bald aus dem Körper sein.
Die Brille ist Freitag oder Samstag fertig.
Osteopathie hatten wir ja schon und er hat unserem Unterkiefer auch sehr geholfen.

Zahnarzt war gestern.
Und soll ich Euch was sagen?
Es IST GARNICHTS KAPUTT GEGANGEN.

Das gehört so.
Das, was ich für kaputt hielt, ist lediglich der Übergang von „Zahn“ zu „unter Zahnfleisch“, das auf der Hinterseite des Zahns halt nur ein bißchen unterhalb des Zahnfleisches raus guckt.
Und ganz offensichtlich hatten wir dann DOCH bloß irgendeinen Kleber da abgeschabt.
Der Zahnarzt hat gestern noch ein bißchen an den Untenzähnen abgeschliffen (ganz minimal) und alles nochmal schön sauber gemacht.
Und jetzt können wir auch sicher sein, dass es eben NICHT so ist, dass diese Art Zähne so empfindlich wie Eierschalen sind.
Wir können ganz normal damit Essen und beißen – da geht nix kaputt, nur vom normalen Gebrauch.
Und es ist jetzt auch echt alles bequem und stimmig.

Da hatten wir uns echt ganz fürchterlich gefühlt.
„Du undankbares Kind!!! Da kriegste mal was und machst es gleich kaputt!!!!! Und rumnörgeln tuste auch die ganze Zeit an dem Tollen!!! Du kriegst NIX MEHR!!!!! NIE WIEDER!!!!! BÖSES MÄDCHEN!!!!!“

Dabei ham wir dann gestern mit dem Zahnarzt echt noch ein gutes Gespräch geführt und alles ist gut.
Welch ein Stein, der da vom Herzen fällt.

Jetzt ham wir 2 Tage erstmal keinen Termin.
Dann Thera und die neue Brille.
Dann sollte eigentlich alles wieder besser sein.
Die Schmerzen haben eigentlich keine (körperliche) Ursache mehr – aber womöglich brauchen sie auch keine.

Vorhin hatten der Mann und wir wieder so ein Gespräch.
Es ist schon echt immer cool, wie sich sowas aufbaut und entwickelt.
Es begann mit der Frage, wie Paare so oft drauf kommen zu sagen „Wir haben uns auseinander entwickelt.“

Das impliziert ja auch, dass man sich durchaus auch „zusammen entwickeln“ kann.
Und dass man das „machen; herstellen“ kann.

Es hat was von Verantwortung, Bewußtheit und Wollen.
Entscheidung.

Man kann wählen, ob man sich dem Partner ZUwendet.

Es ist ein sehr spannendes Thema, finden wir.
Dazu gehört auch die oft gehörte Aussage „Wir sind einfachh zu verschieden“.
Weil die Frage ja ist, ob Verschiedenheit nun wirklich etwas TRENNENDES ist?
Oder nicht viel eher etwas Ergänzendes; Bereicherndes; Erweiterndes.

Wir 2 als Paar fühlen uns durch unser Verschiedensein viel eher vergrößert.
Stärker und erweitert.
Wir decken eine wesentlich größere (Sichtweisen-)Fläche ab, als ein Paar, das in größten Teilen übereinstimmt.

Wir können uns mit unserer Verschiedenartigkeit zu neuen Gedanken und Sichtweisen anregen.
Wir bringen Themen auf, an die der Partner von sich aus garnicht dächte.

da liegt so unsagbar viel Potenzial drin, in Verschiedenartigkeit.
Reichtum und Kraft.

Wir sprachen über Bedürfnisse.
Darüber, wie viele Menschen Beziehungen nur haben, um das Gegenüber zu (be-)nutzen.
Egal, ob es dabei um Menschen oder Tiere geht.
Schon alleine das Wort NUTZtier ist grauenhaft.
Was ist es denn, das das Leben solcher Tiere dazu entwertet, dass sie nur NUTZtiere sind?
Mit welcher Überheblichkeit begegnen wir einem uns nicht gehörenden Leben, dass wir es zu UNSEREM NUTZEN reduzieren dürften?

Es gehört uns doch garnicht!!!
Und dennoch nehmen wir dieses Leben einem anderen Wesen weitgehend WEG.

Menschen sind verrückt.
Weil sie ihre eigenen Bedürfnisse anderen aufzuzwingen versuchen.
Und wenn der andere seine Lebenszeit aber nicht hergeben will, um demjenigen zu dienen,
dann „taugt er nichts“.

Auf diese Art werden Freundschaften und Beziehungen beendet.
Und Tiere getötet.
Nur, weil sie nicht genügen (wollen), jemandem zu DIENEN.

Wir sprachen über Kinder, Erziehung, seine kleine Schwester und wie sich eben seine Eltern auch dort wieder einzumischen versuchen.
Wie übergriffig all diese Dinge sind.
Und wie wichtig es ist, sich selbst immer wieder zu hinterfragen und zu überprüfen.
Welche Erwartungen man an andere hat und weshalb.
Oder, warum es denn jetzt schon wieder so weh tut, wenn das Gegenüber wieder mal nicht ist, tut oder will, was man gerne hätte.

Und wie wichtig es ist, in einer Liebe
dem Partner auch RAUM zu lassen,
er SELBST zu sein.
Oder zu WERDEN.

Freiheit.
SELBSTermächtigung.

In wievielen Beziehungen ist das wohl möglich?
Oder zumindest auf dem Schirm.
Zumindest das Ziel; der Plan.

Ich will keinen Fiffi; keinen „du sollst tun, was ich will-Typ“.
Ich freue mich, wenn mein Mann zunehmend mutiger wird und freier.
Wenn er sich selbst immer mehr finden und entdecken kann.
Loszulassen vermag, was NICHT ER IST.
Und wenn er sein ganz eigenes Inneres erforscht und leben kann.

Wir haben nicht den Anspruch aneinander,
sein zu müssen,
wie es dem Anderen grade bequem und angenehm wäre.

Zumindest grundsätzlich.
Auch, wenn das manchen Innens vielleicht auch manchmal eher schwer fällt.
Auch, wenn das manchmal vielleicht auch zwickt oder weh tut.
Aber Fiffis….. waren wir beide viel zu lange für andere.

Mal gucken, vielleicht fahren wir vor unserem Urlaub auch nochmal zur Tochter.
Das wäre schön.

Sie postet immer und immer wieder solche „Liebessprüche“ auf facebook.
Und wir stellen fest, dass es ihr wirklich, wirklich ernst ist, mit ihrem Freund.
Manchmal denke ich, es ist bei ihr nicht so viel anders, als bei uns.
Anfangs Reibereien; Unklarkeiten; Justieren…. – und dennoch weiß man, dass man zusammen gehört und all das dazu gehört, um eine gute Beziehung aufzubauen.
Sie üben.
So, wie auch wir geübt haben.

Aber sie läßt nicht los.
Und auch er nicht.

Ein Schwiegersohn…..
Oft genug hat sie schon von Heirat gesprochen.
Ein komisches Gefühl irgendwie…..
Schwiegersohn…..

Und Samstag fahren wir zu seiner kleinen Schwester.
Ihr 2. Baby ansehen.
Auch so ein Ding…. ich bin TANTE.
Schon das 2. Mal. (zumindest von ihr und in „diesem Leben“)

Irgendwie fühlt es sich zunehmend so an, als kehre LEBEN wieder.
Lebendigkeit.
Freiheit, Offenheit und Freude.
Das Verschlossene und das Schutzbedürfnis legen sich langsam, aber konstant.

Ich freue mich.
Auf und über so vieles.

Es gibt so viel SCHÖNES in unserem Leben.
Neues, Heiles und Heilsames.

Wir wünschen Euch einen guten Tag.
Viel Kraft und Liebe ❤

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