So viele Veränderungen

Guten Morgen, ihr Lieben ❤

Eben denk ich noch, dass doch eigentlich nur kleine Dinge ändern.
Aber sind sie das?
Klein?

Oder sind es viele?
Und es kommt mir deshalb groß vor?

Warum schreiben wir eigentlich kaum noch?
Sind wir überfordert?
Keine Worte?
Oder kein Bock?
Oder …?
Keine Ahnung?!

Ich kapier´s nicht.
Eben hab ich für den geschützten Beitrag hier wieder all meine Einstellungen neu gemacht – und schwupp, ist es schon wieder weg.
Mir geht das echt auf den Sack!!!!
Ich stell doch nicht bei jedem Schreiben hier wieder meinen Kram ein.
Weshalb, verdammt, bleiben hier die Cookies nicht????
Ich krieg echt die Krätze.

Tja.. was wollt ich nu eigentlich schreiben?

Wir kapieren uns nicht.
Zur Zeit zieht es uns wieder voll, im TV Formate zu gucken über Prostitution.
Da ist dieses Gefühl, dass das alles doch für irgendwas gut gewesen sein muß.
Dieses Gefühl, „irgendwas damit zu TUN“.
Ein Buch schreiben – endlich.
Nur worüber?
Alltagsgewalt?
Die angebliche „Nymphomanie“? – wo der Ursprung liegt und wie man oft von „Helfern“ in Schubladen gesteckt, mißverstanden und retraumatisiert wird?
Prostitution? Und deren angebliche Freiwilligkeit?
Unser Leben?

Es gäbe so vieles, worüber man schreiben könnte.
Aber wir glauben immer, ohne Hilfe schaffen wir es niemals, diesen Krautsalat in uns in les- und kaufbare Texte zu kriegen.

Oder sollen wir doch mal in diese Beratungsstelle fahren?
Vielleicht könnten wir „in persona“ hilfreich sein?
Oder doch in TV-Formate? – aber dann müßte das auch der Mann mit tragen. Das fällt ja dann auch auf IHN zurück.

Naja… das ist einfach so groß.
Und so verworren.
Es kann doch nicht sein, dass wir sämtliche und alle Erfahrungen und Erlebnisse in uns gänzlich für uns SELBST behalten.
Das muß doch einen Sinn gehabt haben – auch für „die Menschheit“; „das Leben ansich“?!

Komisch auch,
dass jetzt, wo wir uns wieder mehr mit diesem Thema auseinandersetzen,
sich irgendwie auch der Mann verändert.
Womöglich war es auch ER, der anfing – und wir verändern uns mit IHM.

Jedenfalls fand der Mann es all die Jahre ja immer soooooo langweilig.
Es war ihm irgendwie zu doof; zu öde; zu anstrengend; zu … was auch immer.
UNS zu streicheln.
Sich einzulassen, mit-zu-fühlen.
Uns WAHRzunehmen.
Sexualität.
Es ging irgendwie immer nur um IHN.

Nichtmal seine „Befriedigung“ in dem Sinn.
Sondern vielmehr um seine gesamte Bedürftigkeit.
Um alles, das er konnte, wollte, brauchte – und eben auch NICHT konnte, wollte, brauchte.
Unsere Sexualität versuchte, für ihn triggerfrei zu sein; anspruchs- und forderfrei.
Er war PASCHA – ja.
Weil er oft fast weinte und sagte, dass es ihm leid täte, aber er KANN EINFACH NICHT.

Inzwischen?
Noch recht neu und fremd
dreht sich das völlig.
Ganz plötzlich WILL er sich zuwenden.
WILL er schenken.
WILL er Zeit geben und liebevoll sein.

Und innen wird es bewußt(er)
wie sehr in all den Jahren
alles doch und noch immer
vom Fühlen abgespalten war und hauptsächlich über den Kopf lief.
Vernunft.
Einsicht, Verständnis, Akzeptanz; …
„Alles besser, als nichts“.

Und jetzt?
Fällt uns auf, wie schwer das ist.
Hingabe, Vertrauen, Loslassen, Kontrolle abgeben, Fühlen, Sein.

All das, was wir immer so sehr ersehnt hatten – und doch nie bekamen
hätte uns womöglich früher auch überfordert.
Tut es noch immer.
Ein bißchen zumindest.

Aber es ist schön.
Und womöglich auch reif.
Jetzt.
Es zu üben und zu lernen.

Wir beide.
Gemeinsam und zusammen; miteinander.

Womöglich fühle ich insgesamt *mehr*.
Oder *anders*.

Es fällt mir oft auf, wenn ich hier in den Blogs lese.
Es berührt mich alles so sehr.
Ich fühle MIT.

Es ist nicht mehr so abgespalten; so nüchtern oder faktisch.
Es ist nicht mehr nur im Kopf.
All das Leid ist fühlbar; ist Schmerz.
Es ist traurig und macht mich so fassungs- und hilflos.
Ich verstehe unsere „Gesellschaft“ nicht.

Andererseits erlebe ich aber auch viel mehr Zugewandtheit und Wärme.
Da ist nicht nur *mehr Leid*,
sondern auch *mehr Nähe und Verbundenheit*.

Meine Thera freute sich letzt so unsagbar.
Und ich war hiervon völlig überrascht und verwundert.
Dabei hatte ich ihr doch garnix „Gutes“ gesagt.
Sondern vielmehr eher was „nicht so Schönes“.

Als sie online kam, war mir entfahren,
einfach aus dem Mund gesprudelt,
wie schlecht sie aussieht.
Wie müde, erschöpft und mitgenommen.

Und da hatte sie sich bedankt?????!!!!!

Ja.
Weil sie sich freute, dass ich HINSAH.
Dass ich ERKENNE.
ANerkenne und bemerke.
Dass ich sie wahrnehme.
Und nicht, wie die meisten Menschen, wegsehe.

Sie war dankbar und glücklich, dass sie bei mir sein darf; MENSCH sein darf.
Auch so.
Und es tat ihr gut.

Das ist eine erstaunliche Erfahrung.

Auch O.
Es ist für uns tatsächlich eine Herausforderung; eine Überwindung; eine Übung.
Sie beim Wort zu nehmen.
Sie zu verstehen und es umzusetzen.
Wie sie beim letzten gemeinsamen Laufen gesagt hatte, dass sie darauf hofft und es braucht.
Dass wir auf SIE zukommen.
Dass wir ihr schreiben und sie auffordern, zu laufen.

Weil sie es alleine nicht schafft; kaum kann.
Sich Pausen zu schaffen.
Raum zu nehmen für gute, wohltuende Dinge.
Zeit zu nehmen, für derart gute Gespräche, wie wir sie hätten.

Innen wird oft noch geglaubt, wir seien ihr einfach zu viel.
Zu anstrengend, zu nervig, ungewollt.
Und es ist schwierig, es aus IHRER Sicht zu begreifen.
Obwohl wir, wenn wir ehrlich sind, genau ihre Position ja durchaus auch kennen.

Und obwohl sie in unseren Gesprächen bereits so oft gesagt hatte,
wie wertvoll wir ihr sind.
Wie gut es ihr täte, frei sprechen zu dürfen.
Offen über ihr Innen reden zu können.
Sie SELBST zu sein.

Wir könnten ihr einfach GLAUBEN.

Wir sind jetzt auch für ihren Urlaub verabredet.
Auch wenn das noch ein Weilchen braucht.
Und innendrin ist eine Hoffnung; ein Beben.
Ist DAS Freundschaft?
Ein Anfang davon?
Könnte das wirklich sein? Werden?

Vor einigen Abenden hatte ich von ihr eine Whatsapp.
Sie hätte mir da etwas an die Wohnungstüre gehängt.
Ihre Schwester und ihre Mutter wollen mir gerne danken.
Weil und dass ich, in dieser schweren Zeit, für sie da sei.
Sie hatten mir etwas selbst gemacht; eine Kleinigkeit.
Zu meiner Freude.

Es ist verrückt.
Es ist so ungewohnt und fremd.
DANK.
Von einem anderen Menschen.
Ein GESCHENK.
Zu meiner FREUDE.

Ich hab´s in einem geschützten Beitrag eben publiziert.

Und ja, ich hab mich tatsächlich SEHR gefreut.
Innenkleine sind völlig aus dem Häuschen.
Und wir haben es auf die Kommode neben unser Bett gelegt.
Weil wir an der Wand hinter
und
auf der Kommode neben
dem Bett,
all unsere „Schätze“ haben, die aus früheren und heutigen Zeiten Freude schenken.
Und weil dieses Geschenk dazu gehört.
Zu den Schätzen.
Zum Glück.

Es ist eigenartig.
Kontakt.
Verbindung.

Ich habe das Gefühl, als sei diese keimende, kleine Verbindung zu O.
auch die Verbundenheit mit der Thera
hm……
wie soll man ein Fühlen in Worten beschreiben?…..
wir haben nicht mehr so große Not hier.
Womöglich fühlen wir auch den Mann besser; deutlicher.
Seine Ängste und Befürchtungen
nicht nur und ausschließlich unsere EIGENEN.

Wir fühlen inzwischen womöglich – zumindest ein bißchen deutlicher –
weshalb ihm sein Job so bedeutsam ist.
Auch diese Wohnung hier.
Und auch, wie schwer es womöglich sein könnte
in dieser Zeit
etwas Vergleichbares woanders zu finden.

Wir werden ruhiger und entspannter hier.
Zumindest zeitweise.
Womöglich sind wir hier ja doch nicht vollkommen und gänzlich allein.
Allein, einsam, unverstanden und völlig falsch.

Womöglich könnten wir hier vielleicht sogar (irgendwann) genau RICHTIG sein.

Wir merken, wie gut uns Urlaube tun.
Wie wichtig sie sind und heilsam.
Wohltuend.

Aber muß man deswegen gleich und sofort umziehen?
Wohin denn überhaupt?

Ach, unsere Tage ohne Kühlschrank sind morgen dann auch vorbei.
Endlich.
8 ganze Tage hatten wir dann keinen.
Aber er hatte ja schon zuvor nur auf 19 Grad gekühlt.
Verrückt.

Klar, dass die sich für morgen mitten in die Therastunde angekündigt haben – oder auch bissi früher oder später. Man weiß nicht genau.
Aber man hat auch nicht gewagt, den Termin zu ändern. Sonst wären die womöglich erst Montag gekommen.

Wir hatten echt gedacht, wir packen das mit Äpfeln und Bananen.
Aber es dauerte nicht lang, da hatten der Mann und wir so derartig Hunger, dass wir abends mit Lieferdienst oder Restaurant anfingen.
Es war ja nicht auszuhalten…. dieses so unsagbar riesige Hungergefühl.

Gestern, als wir zusammen wieder im Restaurant saßen (im Biergarten, um genau zu sein),
wurde uns bewußt,
dass all das Nervende und Ärgerliche an diesen 8 Tagen Warten auf die Lieferung
auch so immens viel Gutes hat.

Wie oft schon in all unseren Jahren hatten wir geredet über irgendwelche Gaststätten, die wir gerne einmal versuchen wollten.
Aber niemals gingen wir tatsächlich dorthin.
Man bleibt immer irgendwie bei „den Alten“.
Dort, wo „man schon immer hin geht“.

Nun, da wir fast jeden Abend Essen waren,
haben wir tatsächlich 3 neue Restaurants getestet.
2 davon sind toll.
1 eher nicht so.

Wir hatten ganz wundervolle gemeinsame Stunden.
Gute Gespräche, Liebe und Wärme zusammen.
Zugewandtheit.

Oft kommen wir uns vor, wie gerade frisch verliebt.
Es ist soooo schön.

Und trotz all dem Essengehen hält unser Gewicht.
Das von uns und vom Mann.
Wir haben die 73 vor dem Komma.
Und Dank der Ölkapseln und Schweineenzyme geht auch unser Bauch nicht mehr so auf.
Zuckerverzicht scheint auch sehr hilfreich und wohltuend zu sein.

All diese wundervolle Zeit und neuen Erfahrungen
hätte es nicht gegeben,
wäre der Kühlschrank tatsächlich schon letzte Woche mit gekommen.
Bei der Abholung.

Wir kriegen jetzt so ein ultramodernes Ding mit Tageslicht-Simulation im Gemüsefach und einem Fleisch- und Wurstfach kurz vor TK-Temperatur.
Und mit App und Urlaubsmodus. Und wieder ein großes TK-Fach.
Ich freu mich total auf´s Einkaufen.
Vorräte anschaffen.
Die nun und dieses Mal auch endlich halten.
Statt kaputt zu gehen.

Die Tochter ist noch immer Corona-positiv.
Sitzt Zuhause in ihrer kleinen Bude.
Aber dafür hat sie tatsächlich keine Symptome und auch ihrer Hüfte geht es fast wieder gut.

Heute ist es fast schon „kalt“.
Ich sitz hier mit langer Jogginghose und T-Shirt, statt kurzem, dünnem Trägerkleidchen.
Womöglich wäre ein guter Tag, mal wieder Wii zu machen.

Wir wünschen Euch ganz, ganz viel Kraft und Liebe ❤
Und dass der Schmerz sich auflöst.
Fühlt Euch lieb umarmt ❤

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