Menschen

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Kontakt.
Irgendwie geht es derzeit um Kontakt.
Darum, bewußt zu fühlen; zu realisieren, was weshalb und wie gekommen ist.
Wie es sich anfühlt.
Weshalb es ein Fehler ist – jetzt und heute.
Es geändert werden muß und sollte.

Nur… wer sagt mir WIE?

Wie GEHT das?
Kontakt?

„Normale Menschen“ – also solche, die mit liebenden Eltern aufwachsen und so angenommen und warm wie möglich – lernen das wohl schon als Kinder.
Freundschaften.
Bindung
Vertrauen
Nähe

Ich BIN aber nicht „normal“.

In mir ist so vieles kaputt.
gegangen
gemacht worden
geraubt worden und zerstört.

Ich weiß nicht, wie es GEHT.

Gut…. ich hab inzwischen kapiert, was die Thera seit Jahren an mich hin redet.
Ich hab kapiert, dass ich all die Jahre im Irrtum gewesen war.
Dass mein Irrtum in Wahrheit ein Hilfeschreien war.
Dass ich mit meiner „Art“ eigentlich Hilfe gesucht, gewollt und gebraucht hätte.
Nur, dass kaum ein Mensch Menschen mag, wie ich es war.
Kaum ein Mensch bereit ist, DAHINTER zu sehen.
Zu fragen; zu helfen; zu verstehen.
– zumindest hatte ich früher niemanden gefunden.

Das änderte sich erst durch den Mann.
Danach dann durch die PsychSozFrau.
Den Osteopathen.
Die Thera.

Menschen.
Solche, die wissen wollten.
Solche, die zuhörten.

Erst durch und mit diesen anderen Menschen,
kam ich IHNEN,
aber auch mir SELBST näher.

Eben beim Rauchen denkt es in mir:
„Manche Wege MÜSSEN vielleicht gegangen werden – notfalls alleine.
Danach kann man sich vielleicht erneut begegnen
und einander von langen Reisen erzählen.“

Ich hab so Sehnsucht.
So unsagbare und schmerzhafte Sehnsucht.

Ich hatte eine Freundin.
Mit 18.
Sie war eine Kollegin damals bei der Post.

2 Jahre später, als ich meinen 1. Mann verlassen wollte (noch vor der Heirat),
half sie mir.
Sie nahm sich viel Zeit und schaffte meinen Kram bei ihm raus.

Als meine Mama, zu der ich geflohen war, mich nicht weiter haben wollte
und mir ewig in den Ohren lag, dass ich zurück gehen müsse
und ich das TAT,
kündigte mir diese Freundin die Freundschaft.
Sie verschwand völlig aus meinem Leben.

Ist es Zufall, dass mein Bruder ausgerechnet ihre Schwester heiratete?

Meine Freundin haßt meinen Bruder.
Zumindest ist das der letzte Stand meines Wissens.
Meine Mama trug mir hin und wieder ihre Geschichten zu.
Wobei man bei ihr ja nie wirklich wußte, was wahr ist – und was ihrem Trauma geschuldet.
Die Geschichten veränderten sich ständig.
Kontakt zu ihr hatte ich jedenfalls persönlich seitdem keinen mehr.
Seit also gut 32 Jahren.

Sie war sehr konsequent.

Immer wieder gibt es in meinem Leben Momente,
wo ich an sie denke.
Mich frage, wo sie ist und wie es ihr geht.
Fühle den Schmerz des Verlustes.
Sehnsucht.
Verbundenheit.

Seit ich Zugang habe zum Internet, habe ich sie immer mal wieder gesucht.
Ich hatte auch versucht, ihr zu schreiben – aber ich glaube, auf diesen social network-Plattformen hat sie zwar Profile, ist aber garnicht mehr wirklich aktiv.
Ich denke, es gibt die Wahrscheinlichkeit, dass sie meine Nachrichten (waren nur 1 oder 2) niemals erreicht hatten.
Jedenfalls bekam ich niemals Antwort.
Und sie schreibt seit Jahren keine neuen Beiträge.

Ich frage mich, ist es Egoismus?
Würde ich ihr erneut schreiben?
Nach derart vielen Jahren?
Und womöglich alten Mist in ihr aufreißen?

Ist es mein völlig eigenes Bedürfen,
rücksichtslos und nur aus dem eigenen Wollen und Sehnen heraus,
wenn ich ihr nun schreiben würde?

TUT MAN DAS?

Nach 32 Jahren unverhofft eine Mail schicken?
Ja, ich habe sie wieder gefunden.
Ich hätte eine reelle Chance, ie wirklich zu erreichen.
Tut man das?

Ich frage mich, was ich WILL.
Erhoffe.
Ersehne.
Und vor allem, was es sein könnte, das ich zu GEBEN hätte.
Was ich SEIN könnte – IHR.

Damit es nicht von vorneherein nur um eine Befriedigung inneren Traumas; innerer, alter Hoffnungen ginge.
Damit es nicht alleine nur um MEIN SEHNEN ginge.
Worüber könnte sie sich freuen?
An MIR?

Sie hat sich ein gutes Leben aufgebaut.
Ich schätze, sie ist sehr glücklich.
Es geht ihr gut.

Was sollten ihr olle Kamellen fehlen?
Freunde hat sie genug.

Es wäre wohl unfair, oder?
Sie rauszureißen aus *ihrem*, nur weil sie mir fehlt?
Fehle ich IHR?
Erinnert sie sich überhaupt noch an mich?

Gestern war ich bei O.
Ursprünglich wollten wir wieder laufen.
Aber meine Darmbehandlung macht komische Sachen mit mir.
Dieser unerträgliche Mundgeruch.
Die Kreislaufprobleme.
Das unaufhörliche Ausschütten von Trauma-Müll.

Fühlen, Träumen, Erinnern, …..

Ich ging zu ihr.
Wir saßen lange in ihrer Küche.
Wir lachten – weil wir feststellten, dass wir in Wahrheit BEIDE garnicht gerne laufen.
Irgendwann wechselten wir auf den Balkon.
Später dann zurück in die Küche.
6 Stunden vergingen, wie Nichts.

So lange waren wir noch nie zusammen.
Die Themen gingen nicht aus.
Keine Ahnung, wer da aus miruns alles mit dabei war.
Es hörte nicht auf zu reden.
Oftmals dachte es ganz hinten in mir, dass es besser wäre, dieses oder jenes NICHT zu erzählen.
Aber es hörte nicht auf.

Später dann dachte ich, ich hab mich mal wieder um Kopf und Kragen geredet.
Was hab ich da gequatscht?
Dass ich heute ohne BH nicht mehr raus gehe?
Früher mich aber die Schlenkerbrüste nie gestört hätten?
Hab ich das wirklich gesagt?????
Und dass ich mich heute SCHÄME.
Früher… da hab ich einfach NICHTS gefühlt.

Keine Ahnung….
man könnte meinen, ich war MUTIG.
Ich hab mich getraut, ich SELBST zu sein.
Mich zu ZEIGEN.

Authentisch.

In Wahrheit aber redet es einfach unkontrolliert aus mir heraus.
Schämen kann man sich später ja immer noch.

Es ist sehr schwierig.
Dieses Thema „Grenzen“.
Wir redeten auch hierüber.

Das Begreifen, dass die Thera Recht hat.
Dass es nur Nähe geben kann, wo es auch eine WAHL gibt.
Weil ohne Wahl und ohne Grenzen
ist Freiheit keine echte Freiheit.
Sie ist nur ein zerlaufender Farbklecks in die Unendlichkeit; ein sich-Auflösen.

Womöglich hatte ich mir all meiner Art,
wie ich früher war
so laut, so agressiv, so provokativ, so konfrontativ, so grenzüberschreitend und übergriffig zu so vielen
nichts anderes gesucht und gewollt,
als GRENZEN.

Aber ich bekam nur Gleichgültigkeit, Ignoranz und Abwendung.

Die Not?
Die hat keiner gesehn.

Kann Not einfach zu LAUT sein?

Ich konnte heute Nacht nicht einschlafen.
Es sinnierte in mir.
Zu laute Not.
Verschreckt Menschen.
Aber zu leise Not?
Wird ebenfalls übersehen.
Sitzt Du in der Ecke und wimmerst leise vor dich hin,
gehen sie einfach vorüber.

Gibt es IRGENDEINE Not?
Die Menschen wahrnehmen?

Gibt es eine ganz besondere Art und Form,
wie Not zu zeigen wäre,
um Hilfe zu bekommen?

Ohne zu betteln?
Zu kämpfen?
Alles nur schlimmer und schlimmer werden zu lassen?

Ich hatte mit O. gestern darüber gesprochen,
dass es oft auch so ist,
dass man sich Hilfe so sehr ersehnt.
Aber man ist oft noch garnicht *bereit*, sie anzunehmen.
Oder man erkennt sie nicht.
Oder, man versteht noch garnicht die Notwendigkeit von Hilfe.

Womöglich MUSS man oftmals einen Weg erst bis zu einem bestimmten Punkt gehen.
Damit man in der Lage ist, sich zu öffnen.
Oder etwas anzunehmen.
Nähe zu ermöglichen.
Verbundenheit.

Womöglich geht das einfach nicht früher.
Kann nicht.

Da kann ein anderer Mensch von außen die Not längst erkannt haben
– solange Du sie SELBST nicht siehst,
geht auch kein Helfen.

„Manchmal muß man einen Weg auch alleine gehn.
Um sich später erneut zu begegnen
und sich von einer langen Reise zu erzählen“.

Keine Ahnung, was das in meinem Kopf will.

Der Termin mit der Ernährungs-/Darmfrau war gut gewesen.
Gut, es ist immer verdammt schwierig, ihre Fragen zu beantworten.
Wie geht es mir?
Was tat mir „besser“? Die erste Kapsel, oder die 2.?
Wo fühlt sich was wie an?

Fakt ist, dass die Laborwerte vom Stuhl sich verändern.
Aber auch, dass man Veränderung nur schwer sehen kann, solange der Dickdarm noch unbehandelt ist und weiterhin schlechte Ergebnisse liefert.
Woher soll man wissen, ob der Dünndarm hiervor nun besser geworden ist?
Wo das danach dann durch den Dickdarm wandert?

Wir machen jetzt also nochmal Dünndarm.
Und danach dann den Dickdarm.
Mal gucken, wie es weiter geht.

Die Behandlung wirkt sich jedenfalls heftig auf die Psyche aus.
Stellt alles auf den Kopf.
Krempelt auf Links.
Bringt Dinge zu Tage.
Es geht nur, es auszuhalten und Wege zu finden, damit umzugehen.

Ansonsten?
Ringen wir noch immer mit uns, endlich wieder mit der Wii anzufangen.
Außerdem haben wir auf Netflix angefangen, „Manifest“ zu gucken.
Sehr spannend.

Heute Abend gehen der Mann und wir wieder Essen.
Wir haben festgestellt, dass dort montags eher weniger los ist – das kommt uns sehr entgegen.

Gut….. dann hörn wir mal wieder auf.
Euch einen guten Tag.
Viel Kraft und Liebe ❤

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