Oh Mann, der Mann

kann einem aber echt manchmal gewaltig auf den Sack gehn!!!!
Hey, ihrs

Eigentlich ham wir tierisch was aufm Zettel.
Eigentlich müssen wir heut echt viel machn.
Eigentlich wolln wir um 8 wieder am Supermarkt sein – viele von uns.
Aber eigentlich is Blog schreibn wichtiger grad.

Un deswegen isses jetz erstmal wurschtpiepe, ob des langt auf 8.
Und WENN, dann eh ohne duschn.

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Scheiß Zeit irgendwie

Hey, Ihrs 🙂

Egal, wo ich lese, es geht Euch so schlimm.
Und es tut mir so Leid.
Und ich würd gern irgendwas machen, um zu helfen.
Aber es geht nich.
Wie denn? Was?
Man kann nix tun, dass es anderen Menschen besser geht.
Nich von Weitem – un oft nichtmal, wenn man daneben steht.

Wenn ich dann guck, was bei uns so los is, dann is des irgendwie NIX.
Eigentlich is hier alles prima.
Zumindest im Vergleich.
Un dann schäm ich mich fast und denk, was jammern wir denn???
Wegen was denn?
Luxusproblemchen?
Pipischeiß?

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Ich bin garnicht wirklich da

Hallo, Ihrs

irgendwie fühl ich mich, als sei ich eine Art Trans-Wesen.
Innen ist es völlig anders als außen.
Und wenn man nur fest genug daran glaubt und ganz dolle fest hält am Innen,
dann wird es im Außen ganz sicher ganz schnell ebenfalls anders.

Es ist irgendwie, als sei das Innen längst in der Heimat.
Es ist, als seien wir mitsamt unserer Wohnung ratzifatzi in die Heimat gebeamt.
So, als seien wir längst dort.
Und als bräuchten wir nur raus zu gehen, um es zu sehen.

Bloß, dass irgendwer anders innen weiß, dass es eben NICHT so ist.
Aber hey… es FÜHLT SICH SO AN!!!!

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Ach Mann, es war doch nur

ein Kack-Krampf.

Hi Ihrs

Vorhin.
Der Mann hatte uns versehentlich aufgeweckt, als er unsere quietschende Balkontüre schloß.
Er war schon fertig und wollte eben los ins Büro.
Es war um 6 – unsere Nacht war grausig.
Erst konnten wir ewig nicht einschlafen – dann wachten wir bestimmt noch 4x wieder auf.

Wir verabschiedeten uns dann nur noch und schon war er weg.
Ich war todmüde und irgendwie wurde ich auch nicht wach.

Trotzdem hatte ich so gedacht, dass ich ghleich heute Früh alleine in den Baumarkt fahre.
Blaue Farbe für die Küche.
Im Keller noch gucken, welche genau.
Und ob und wieviele Pinsel oder kleine Rollen wir brauchen.
Ansich hätt ich am liebsten schon gestrichen, bis er wieder Heim kommt.

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Man müßte es aufnehmen

Hi, Ihrs

Es ist schon abends, kurz nach 7.
Eigentlich will ich garnicht schreiben – schon garnicht das schon wieder.
Aber irgendwer innen läßt nicht locker und ich muß mich jetzt hier hin setzen.

Der Tag war ansich echt schön.
Das Wochenende.
Die Hitze macht uns mürbe – den Mann und uns.
Und eigentlich hatten wir uns gefreut, dass es etwas weniger heiß war heute.
Es soll Unwetter geben.
Und es ist auffällig, dass wir sehr schnell streiten, wenn irgendwie Gewitter draußen in der Luft sind.
Gerade so, als sei die Spannung in den Wolken auch in UNS.

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Kennt Ihr das?

Bei Außenmenschen
dass ihr sie weinen fühlt, obwohl da keine Tränen sind?
Obwohl sie sagen, dass sie garnicht weinen KÖNNEN?

Dem Mann geht es nicht gut.
Ich mach mir ständig Sorgen.
Er fühlt sich aufgequollen; fett.
Er fühlt sich lästig, hinderlich, zu langsam, zu schlecht, zu …
Er denkt, dass *ich* ohne ihn besser dran sei.
Zumindest denkt er das öfter.

Er denkt, dass er es NIE schafft.
Dass das NIE ein Ende hat.
NIE Fortschritte oder Verbesserung.
NIE Heilung oder mehr Kraft.
IMMER nur Angst.

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Nicht *meine* Angst

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Wir kommen vom Spazierengehen.
Draußen scheint die Sonne und es ist wunderschön.

Die ganzen letzten Tage denke ich darüber nach,
ob eigentlich vor unserem Balkon schon IMMER so ein Kindergarten war?
Ob ich es bislang nur nie so bewußt mitgekriegt hatte?
Ob die Vögel dieses Jahr aber auch vielleicht alle gleichzeitig Kinder haben?
Ob sie gewartet hatten, dass es wärmer wird?
Oder ob ich einfach nur bewußter bin?

Noch nie sah ich derart viele Tierkinder auf einem Haufen.
Hörte so viele Vogelkinder betteln.
Sah derart viele verschiedene Flauschbällchen und sogar ein Eichhörnchen-Kind.

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Es ist so erstaunlich

was passiert, wenn der Geist anfängt, was raus zu lassen; die Seele.
Und zu beobachten, wie es dann auch der Körper gleich tut.
Und nicht mehr aufhört, raus zu lassen.

Vorhin völlig übersäuert den Magen entleert und schon 4x heut WC wegen Darm.

Mit dem Mann geweint, als er vorhin Heim kam.
Erzählt, was seit gestern hier abgeht und warum.

Wir konnten reden.
Sehr liebevoll.
Es tut ihm Leid. Er weiß auch nicht, was da immer bei ihm passiert.
Ja, ich hätte Recht.
Ja, ich müsse sowas sagen.
Ja, es ist SEIN Ding, daran was zu ändern.
Ja, er versteht mich gut.

Und immer wieder auch dieser Wind draußen; die Boen.
Der Onkel am Bodensee.
Windsurfen sollten wir lernen.
So, wie Skifahren, Eislaufen, Skaten und sonstwas.
Das sei alles großer Spaß.

SEIN Spaß.
Wenn er mir meinen Spaß verunmöglicht.
Erniedrigt, demütigt, auslacht, quält, vorführt und beschimpft.
Traurigkeit.
So riesengroße Traurigkeit.
So schlimmes Weh.

Alles soll raus.
Ich hab das noch nie so sehr gefühlt.