Es ist erst halb 8

und meine WaMa ist schon jetzt fast fertig.
Ich habe schon wieder an meinem „Lebenslauf“ herum gebastelt, den ich schreiben soll wegen der Adoption.
Und klar – mit meinem Spiel bin ich heute Früh auch schon längst soweit „fertig“ – so, wie man das morgens im ersten „Arbeitsschwung“ nur sein kann.

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Auch der Mann hat uns schon wieder geschafft.
Es ist wieder eine harte Zeit.

Nein, nicht, dass wir streiten würden.
Oder dass er sich irgendwie gegen UNS richtet.

Aber er ist wieder so penetrant; so eindringlich.
Irgendwie fast so, als würden sich seine sexuellen Energien, die er nicht genital penetrieren kann,
in Worte und Gedanken wandeln,
welche er uns stattdessen in den Geist penetriert.
Nicht über Sex,
sondern über seinen Job; seinen Chef und all die Themen, die ihn dort eben so massiv umtreiben.

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Das ist ja fast, wie November

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Es ist ganz eklig dunkel.
Und es regnet und regnet und hört ned auf.
Wenn ma hier nich im Shirt hocken würden un auch raus gehen könntn zum Rauchn,
dann könnt ma echt denkn,, es wär Winter.
Brrrrrr…….

Komische Zeit.
Irgendwie is innen traurich.
Un hilflos.
Un klein.
Un so mutlos.

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Ich bin garnicht wirklich da

Hallo, Ihrs

irgendwie fühl ich mich, als sei ich eine Art Trans-Wesen.
Innen ist es völlig anders als außen.
Und wenn man nur fest genug daran glaubt und ganz dolle fest hält am Innen,
dann wird es im Außen ganz sicher ganz schnell ebenfalls anders.

Es ist irgendwie, als sei das Innen längst in der Heimat.
Es ist, als seien wir mitsamt unserer Wohnung ratzifatzi in die Heimat gebeamt.
So, als seien wir längst dort.
Und als bräuchten wir nur raus zu gehen, um es zu sehen.

Bloß, dass irgendwer anders innen weiß, dass es eben NICHT so ist.
Aber hey… es FÜHLT SICH SO AN!!!!

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Arschloch, manchmal

Eigentlich wollt ich heut garnicht schreiben.
Aber der Mann hat uns mal wieder völlig abgeschlossen.
Und es ist immer so unsagbar fieß.
Und so schwer, da wieder raus zu kommen.
Und so hart, das zu ergründen.
Zu kapieren, zu fühlen und zu begreifen.

Irgendwer innen ist grade so sau wütend.
So unsagbar irre wütend.

Und wenn man dann versucht, hin zu fühlen,
merkt man darunter den Schmerz.
Und die Not.
Die Einsamkeit und das Gefühl, ausgebeutet und benutzt zu werden.
Das Gefühl, nicht gesehen zu werden und immer hinten dran zu stehen.

Und das Gefühl, dass seine Behinderung; sein Schmerz und sein Hilfebrauchen
IMMERZU wichtiger sind,
als unseres.

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Frühe Begegnung mit der Polarität

Eben beim Abspülen kam mir das in den Kopf.
Es ist Gewalt – ja.
Aber es ist auch – nüchtern betrachtet – bloße Polarität.

All das, was ich als Kind erleben mußte
All das Leid, der Schmerz und die Not
mein gesamtes, kindliches (Er-)leben

war reine POLARITÄT.

5 Menschen
Oma, Vater, Onkel, Tante und Mama

Und jede/r von ihnen hatte ein völlig anderes Bild von *Gut* und *Böse*.
Und zwischen diesen Bildern zerrieben sie mich.

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Ich hab geträumt

von einem uralten Keller, in dem ich ewig herum irrte und etwas suchte.
Bröckelnde Wände, enge, verwinkelte Gänge, niedrige Decken,
Licht, fast wie von einer Fackel; duster und staubig.

Da, hinter einer Kommode
war die Wand so komisch.
Pappe.
Man konnte die Pappe weg machen – dahinter eine alte Türe.
Mit diesen kleinen Gläsern; braun gestrichenem Holz in Kreuzen – weiß grad ned, wie die heißen.
So komisches, gelbliches Glas, das verzerrt.

Die Türe ließ sich öffnen.

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I´m sucked of life

Hey, Ihrs

Im Moment kotzt mich alles nur noch an.
Gestern beim Einschlafen wurde geheult.

Alles so traurig, verzweifelt und aussichtslos.
Und verdammt, das Kissen tat weh.

Das Kissen, auf dem wir *eigentlich* schon so lang schlafen.
Und oft auch GUT schlafen.
Schon seit ewig auf Dinkelspelz.

So hart KANN das ja garnicht sein, da das Kissen ziemlich leer ist.
Alles kann verrutschen und sich frei bewegen.
Und trotzdem fühlte es sich an, als lägen wir auf Kieselsteinchen.

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