Und da sind sie wieder….

die Schatten von damals….
Im Heim.
Der Sozi.
Der Diakonie.

Der damals, als ich vor meiner von der Zimmernachbarin verschlossenen Zimmertüre stand und nicht rein kam
ich ihn fragte, ob er mir öffnet
zu mir sagte: „Wenn Du ganz lieb bittebitte sagst, dann tu ich das vielleicht“.
Und als ich es tatsächlich sagte
lachte er mich aus und ging weg.
Murmelte, dass ich wohl noch lernen sollte, nicht jeden Scheißdreck zu erfüllen, den man von mir verlangt.

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Es ist so erstaunlich

was passiert, wenn der Geist anfängt, was raus zu lassen; die Seele.
Und zu beobachten, wie es dann auch der Körper gleich tut.
Und nicht mehr aufhört, raus zu lassen.

Vorhin völlig übersäuert den Magen entleert und schon 4x heut WC wegen Darm.

Mit dem Mann geweint, als er vorhin Heim kam.
Erzählt, was seit gestern hier abgeht und warum.

Wir konnten reden.
Sehr liebevoll.
Es tut ihm Leid. Er weiß auch nicht, was da immer bei ihm passiert.
Ja, ich hätte Recht.
Ja, ich müsse sowas sagen.
Ja, es ist SEIN Ding, daran was zu ändern.
Ja, er versteht mich gut.

Und immer wieder auch dieser Wind draußen; die Boen.
Der Onkel am Bodensee.
Windsurfen sollten wir lernen.
So, wie Skifahren, Eislaufen, Skaten und sonstwas.
Das sei alles großer Spaß.

SEIN Spaß.
Wenn er mir meinen Spaß verunmöglicht.
Erniedrigt, demütigt, auslacht, quält, vorführt und beschimpft.
Traurigkeit.
So riesengroße Traurigkeit.
So schlimmes Weh.

Alles soll raus.
Ich hab das noch nie so sehr gefühlt.

Immer wieder die selbe Scheiße

Ich bin irgendwie so müde.
So müde vom Leben.
Von diesem immer-selben-Leben.

Vom immer Gleichen.
Immer nur hier rumsitzen.
Abstauben, putzen, abspülen, Wäsche waschen.
Nie raus gehen.

Ich könnt bloß noch schlafen.
Wenn ich Glück hätte, würde dann kaum was dreckig werden.
Und man bräuchte auch nicht mehr zu putzen.

Hi, Ihrs

Ich hab so die Schnautze voll.

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Mit Kindern kann man das machen

… denkt es eben im Kopf.

Ich kann mich selbst nicht ausstehen.
Ich will verdammt nochmal meine Ruhe damit!!!

Aber, denkt es weiter, ich hab doch Recht.

Kindern kann man beibringen, wenn man es am Liebsten im Walzertakt hat.
Kindern kann man beibringen, in welchem Winkel man was am liebsten mag.
Kindern kann man beibringen, dass man sie am liebsten mag, wenn sie auch schnell lernen.
„Du hast doch selbst gemerkt, dass das mit Erwachsenen; mit Männern nicht funktioniert.“

Ich merke: „Ich bin kein Täter“.

Ich habe mich lieber mit unwilligen Männern rumgeschlagen,
als es mir „einfach“ zu machen
und auf Kinder zurück zu greifen.
Welch ein Gedanke….

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Gedanken, Gedanken, Gedanken…

und ein Bild.

In mir fragt es sich, warum ich eigentlich immer im Dreiviertel-Takt genommen werden wollte?
EINS -zweidrei – EINS- zweidrei – …
Heftig – und dann raus – Heftig – …
Wie oft hab ich Männer sehr agressiv damit angegangen, dass sie es einfach nicht RICHTIG machen.
So schwer kann das doch nicht sein!!!
Sie könnten doch auch einfach mal mit zählen!!!
EINS – zweidrei….

Irgendwie hab ich immer gedacht, das muß im Walzertakt gemacht werden.
Ist doch Walzer, oder?

Weil das einfach genau der Rhythmus war, der mich innendrin immer mehr ein Steigern hat fühlen lassen.
Und wenn dann auch noch der Winkel gestimmt hätte…

Aber Männer machen das irgendwie nicht mit.
Ich hab sie damit genervt.
Mit meinen Anweisungen – und noch mehr mit meinem Frust.
Und hätt ich gedacht, dann mach ich den Rhythmus halt SELBST
haben sie entweder einfach dagegen bewegt
oder ICH war irgendwie wie gelähmt.

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Hab geträumtet

gerade, beim Mittagsschlaf.
Vom großen grünen Fotoalbum. (Des gab´s in echt un wir hams weg geworfn.)
War ganz klein gewesen – ICH.
Bloß der Körpa war glaub größer.
Wohnung war ganz krschtelig un hap nich gekannt – war aba wohl meine.

Mann war da un Kind.
ANDERER Mann.

So ne Mischung aus irgendwelchen Ex, glaub.
Der war irgendwie bekannt – un doch fremd.
Un dem hap ich Fotoalbum gezeigt – un Kind.
Immer hin un her auf nem großen Sofa.
Weil Kind saß an der einen Seite vom Sofa un Mann weit weg auf der anderen

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Fühlen, wie die Tiere unserer Welt?

Guten Morgen
eben wach ich auf – ich schlaf noch halb – und mir kommt der Gedanke in den Kopf,
dass unsere Politik im Moment vielleicht macht,
dass wir uns fühlen, wie die Tiere?

Fühlen, was so viele Tiere fühlen?
All die Kühe in den Ställen?
All die Mast-Schweine in ihren Pferchen?
Die Grill-Hühnchen und Legehennen?
All die Wild-Tiere, deren Lebensraum wir rauben?
All die Zoo-Tiere, die in ihren Gehegen ein ganzes Leben verbringen?
Die Fische in verdreckten Meeren?

Ich denke an Hirschhausen – ich denke, der war´s.
Letzt in einer kurzen Werbung zu seiner Corona-Sendung?

Dass wir Menschen selbst verantwortlich sind für all die „neuen“ Viren und Erreger, die uns inzwischen vermehrt erwischen.
Egal, ob Ebola, AIDS oder Corona.
Sie alle kommen von Tieren.
Tieren, die wir in ihrem Lebensraum einschränken.
Deren Natur wir rauben.
Um sie zu zu betonieren oder durch Äcker und Ställe zu ersetzen.

Die Erreger kommen von Tieren, die früher wohl 99% der Erde besaßen.
Heute seien wohl – ich weiß nicht sicher, ob er das genau so gesagt hatte – 33% den Menschen.
33% den NUTZ-Tieren, der Menschen.
Und ich weiß nicht mehr… haben die Wildtiere noch 33% oder nur 10%?

Aber es waren erschreckende Zahlen für mich.

Wir sind zu übergriffig, wir Menschen.
Wir nehmen uns zu viel.

Und fühlen uns nun vielleicht genauso wie diejenigen, die wir so sehr mißbrauchen, berauben und quälen.
Nur gerecht.
Und doch langsam unaushaltbar.

Der Mann und die Angst

Guten Morgen, ihr Lieben,

ich könnt manchmal unaufhörlich weinen.
Nicht wegen mir.
Aber wegen dem Mann.
Und all SEINER Tränen, die ER nicht weinen kann.
FÜR ihn und UM ihn.

Weil es so schlimm und schrecklich ist.
Wie sehr er leidet.
Und was er alles merkt, fühlt, erkennt.
Was ihm alles aufgeht, einfällt, bewußt wird.

Was er alles fürchtet
nicht kann
nicht weiß
nie durfte, sollte, wußte.

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