Gedankensalat

Bin wieder da – schon länger.

Die Thera meinte in etwa das Selbe, wie auch Ihr und der Mann.
Wenn man niemandem weh tut – auch sich selbst nicht – ist es letztlich egal, warum oder wodurch und mit welchem unbewußten Grund Dinge sind, wie sie sind.

Wenn Sexualität für beide schön ist,
ist sie schön.
Punkt.

Das Thema der Angst war spannend.
Weil während ich sagte, dass ich Angst vor mir SELBST hab,
verschwand die Stimme.
Unmengen Schleim produzierten sich in der Kehle und rannen zäh den Hals hinab.
Husten und räuspern; quietschen.

Unsagbare Enge im Hals und da am Schlüsselbein.
Die Thera sagte, ich könne mal versuchen, beruhigend die Hand dorthin zu legen und nach innen zu fragen, was gefühlt wird oder kommt.

Irgendwo in meinem Kopf piepste jemand
„Immer klein bleibn muß“

Und ich bin unsicher, ob das Kleine wohl Angst hat, groß zu werden?
Ob es ihm verboten wurde, zu wachsen?
Groß und stark zu werden?

Nur – wer IST das Kleine?
Hat das mit Sex zu tun?
Oder vielmehr mit Stärke?
Lebensfreude?
Kraft und Energie?

Wollten die Täter verbieten, in die Kraft zu kommen?
Ins Wollen und Selbst?

Tränen liefen und innen bebte alles.
Es ist recht unklar bisher.
Aber die Körperreaktionen überraschen mich noch immer.
So krass oft und völlig plötzlich.

Ach – was ich noch schreiben wollte, ist vom Osteopathen.
Auch hier verändert sich was.

Ich bin nun schon glaub um die 2 Jahre dort?
Womöglich auch länger.
Und meist war er hinten in meinem Nacken – dort am Übergang zwischen Hals und Kopf.
Da war es immer besonders hart verspannt und er verbrauchte sicher 40min oder länger von unserer Stunde, um mir dort zu helfen.

Seit nun meine Zahnschiene kaputt gegangen ist
und ich so ganz und garkein Verlangen oder Grund sehe, mir eine neue machen zu lassen,
kümmert sich der Osteopath nun viel mehr um meinen Bauch.

Ich hab ihn letztes Mal gefragt, weshalb.
Ob mein Genick wohl besser geworden sei?
Er grinste und sagte, dass mein Bauch nun nach ihm rufe.
Er fühlt das, wo etwas gebraucht wird.
Und der Bauch braucht ihn dringender.

Es verändert sich.
Ich komme mir auch im Nacken längst nicht mehr so verspannt vor, wie so lange Zeit.

Stattdessen ziehe ich ewig den Bauch ein.
Oder rolle mich ein, wie ein Baby.
Immer wieder im Kopf meinen Onkel:
„Zieh den Bauch ein!!!! Du bist zu fett!!!“

Ich merke so sehr das Brennen und Ziehen im Bauch; die Spannung und das Beben.

Und ich frage mich auch, ob mich die Zahnschiene nachts womöglich getriggert hatte?
Irgendetwas im Mund zu haben nachts, ist vielleicht ungut?
Oder es hat erinnert an die Zahnspange, die ich hatte bis 10?
Danach dann die feste.

Ich war nach der Thera dann noch Obstmann und im Supermarkt.
Was auch ganz merkwürdig ist – das fällt sogar dem Mann auf –
dass auf einmal irgendwer in mir total Bock hat auf Kaugummi.

Kaugummi war immer eklig.
Keiner hier mochte Kaugummi.
Vielmehr hat es immer getriggert, wenn irgendwer um uns herum damit rum schmatzte.
Das weckte immense Wut und Ekel.

Jetzt?
Ganz plötzlich?
Kommen wir im Supermarkt am Kaugummi nicht vorbei.
Eine Dose am PC.
Eine andere Dose in der Handttasche.

Irgendwer liebt es, beim Autofahren damit rum zu kauen.
Auch beim Putzen.
Meine Kerls…
Luise putzt ja nicht mehr.

Kaugummi läßt Wut und Ärger verarbeiten.
Stress und Anspannung.
Irgendwie ist es total gut.

Als wir Heim kamen, war der Mann schon da.
Wir guckten ganz überrascht, als die Haustüre summte, wie wir mit dem Schlüssel aufmachen wollten.

Der Mann guckte bissi bedröppelt.
Ja, er sei Heim gegangen. Arbeiten macht so keinen Sinn.
Beim Auspacken redete er dann auch.
Flashbacks hatten ihn seit heute Früh um 7 nicht in Ruhe gelassen.

Erinnerungen, Bilder .. er hatte auch schreiben müssen.
MÜSSEN.
Irgendein Innen MUSSTE. Unbedingt.

„Das ist unser Geheimnis. Das darfst Du nicht dem Papa verraten“

Es ist grausam und unendlich traurig.
Es ist der Wahnsinn, diese Frau zu kennen.
Aber inzwischen weiß ich wenigstens, weshalb ich von Anfang an solche Gefühle hatte mit ihr.

Ich glaube meinem Mann ohne jedwelchen Zweifel.

Er war irgendwas zwischen 4 und 6.
Seine Bilder werden immer deutlicher und auch umfassender.
Der Film bricht nicht mehr ab.

Es ist viel zu verarbeiten.
Zu realisieren, akzeptieren und zu heilen.
Vielleicht ist es ja auch mit deshalb?
Dass wir uns wohler fühlen, wenn wir tauschen?
Nicht das oder derjenige sind, der/die wir waren?

Jedenfalls tut sich sehr viel.
Ich hab ihm jetzt auch neue Notizbücher bestellt.
Schöne und bunte.
Darin kann er sich dann ausleeren.

Es tut sich viel.
Und vielleicht ist es ja wirklich so.
Je näher man an die Liebe kommt; das Licht
desto mehr werden die Schatten sichtbar.

Euch alles Liebe ❤

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3 Kommentare zu „Gedankensalat

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